Nach Vorwürfen des Wahlbetrugs wird die Präsidentschaftswahl in der Republika Srpska heute teilweise wiederholt. Die Wahl im November, nach der ein Vertrauter des abgesetzten Präsidenten Milorad Dodik zum Sieger erklärte war, wurde teilweise für ungültig erklärt.
Zuvor hatte die Wahlkommission bei einer Neuauszählung Abweichungen vom verkündeten Ergebnis festgestellt. Die Wiederholungswahl, zu der etwa 80.000 Bürgerinnen und Bürger aufgerufen werden, könnte entscheidend für das Gesamtergebnis sein.
Wahl im November knapp verlief
Die Wahl im November war knapp verlaufen, der Dodik-Vertraute Sinisa Karan hatte laut dem später teils annullierten Ergebnis knapp vor dem Oppositionskandidaten Branko Blanusa gelegen.
Der nationalistische Dodik war Anfang August nach fast zwei Jahrzehnten an der Macht seines Amtes als Präsident der Teilrepublik enthoben worden. Zuvor war er verurteilt worden, weil er zwei Gesetze in Kraft gesetzt hatte, welche die Umsetzung von Entscheidungen des Hohen UNO-Repräsentanten für Bosnien und Herzegowina untersagten.

