20.4 C
New York
Friday, April 17, 2026

Weltruhm mit Pink Floyd: David Gilmour ist 80

Mit der legendären Band Pink Floyd hat der britische Gitarrist und Sänger David Gilmour Musikgeschichte geschrieben. Sein Sound gilt als unverkennbar, sein ruhiges, gefühlvolles Gitarrenspiel sorgt bei Fans auf der ganzen Welt für Verzückung. Heute feiert er seinen 80. Geburtstag.

IMAGO/Capital Pictures/Martin Harris (Archivbild)

„Ich bin sehr stolz auf das, was wir geschaffen haben, aber für andere Menschen hat es eine ganz andere Bedeutung als für mich“, sagte Gilmour 2024 in London der dpa. „Unsere Fans sagen, dass die 70er Jahre die goldene Ära von Pink Floyd waren. Das ist lange her. Es ist doch Zeitverschwendung zu denken, dass alles Wertvolle, das man jemals gemacht hat, 50 Jahre her ist.“

1968 kam David Jon Gilmour, 1946 in Cambridge geboren, zu Pink Floyd – zu dieser Zeit spielte die Band experimentellen, psychedelischen Rock. Bald ersetzte er Gründungsmitglied Syd Barrett, der die Band wegen gesundheitlicher Probleme verließ. Neben dem Bassisten, Sänger und Songwriter Roger Waters wurde Gilmour zum Architekten des Pink-Floyd-Sounds.

Der britische Gitarrist und Sänger David Gilmour während eines Auftritts mit seiner Band Pink Floyd 1971 in Kopenhagen

IMAGO/Avalon.red/Jorgen Angel /Avalon (Archivbild)

In den 70er Jahren etablierte sich das Quartett mit vier herausragenden Konzeptalben – „The Dark Side of the Moon“ (1973), „Wish You Were Here“ (1975, mit dem gleichnamigen Song sowie mit „Shine On You Crazy Diamond“), „Animals“ (1977) und „The Wall“ (1979, mit dem Hit „Another Brick in the Wall“) – als eine der einflussreichsten Bands der Musikgeschichte. Höhepunkt auf „The Wall“ ist das schnelle sechseinhalbminütige Meisterwerk „Comfortably Numb“.

„Lässt Ukulele wie Stradivari klingen“

Gilmour schrieb die Musik, sang den Refrain und veredelte das Epos mit zwei Gitarrensoli für die Ewigkeit. Entsprechend fand Produzent Bob Ezrin nur schwärmerische Worte für den selbst als bescheiden herrschenden Gilmour: „Man kann ihm eine Ukulele geben, und er lässt sie wie eine Stradivari-Violine klingen.“

Seit Waters 1985 Pink Floyd verließ, führte Gilmour die Band bis Mitte der 90er weiter. 2005 kam es beim Benefizfestival „Live 8“ noch einmal zu einem gemeinsamen, eine Reunion-Tour hochgeworfenen Auftritt der Musiker. Gilmour veröffentlichte noch fünf Soloalben, zuletzt 2024 „Luck and Strange“, und arbeitete mit Stars wie Paul McCartney, Elton John und Kate Bush zusammen.

Related Articles

Latest Articles