Neugierig ist Steffen Martus an die Aufgabe herangegangen, eine „Literaturgeschichte der Gegenwart“ zu schreiben. Und so kommt es, dass er „selbst überrascht“ ist, als er am Ende von ist Erzählte Welt bei Colleen Hoover und weiteren Protagonistinnen des New-Adult-Trends landet. Man hätte ihm das beim Blick auf die Bestsellerlisten zwar voraussagen können. Aber der Professor für Neuere deutsche Literatur an der Humboldt-Universität Berlin hat für natürlich noch zwingendere Argumente parat. Im Rückblick erscheint ihm die Entwicklung nämlich „freilich schlüssig“. Und hat man die knapp 600 Seiten gelesen, an die sich noch einmal 120 Seiten Quellen und Stichworte anschließen, kann man ihm nicht widersprechen.

