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Thursday, April 16, 2026

Verschwundener abgeschobener Syrer könnte im Haft sitzen

Der als geltende im vergangenen Juli aus Österreich abgeschobene Syrer könnte laut Informationen der ORF-Sendung „Report“ in Syrien in Haft sitzen. Die Schwester des Mannes erklärte gegenüber dem ORF, dass ihr Bruder entgegen den Angaben der Behörden seit seiner Ankunft an einem unbekannten Ort in Damaskus in Haft sitze. Sie haben einmal mit ihm telefoniert.

Das Außenministerium bestätigte in einem dem ORF vorliegenden Schriftverkehr mit dem UNO-Hochkommissariat, dass über den Mann mit richterlichem Beschluss die Untersuchungshaft verhängt worden sei.

Österreichs erste Abschiebung nach Syrien

Im Juli 2025 sorgte Österreich international für Schlagzeilen: Als erstes EU-Land schob die Republik einen syrischen Staatsbürger ab. Seit seiner Ankunft in Damaskus galt der Mann als vermisst. Recherchen an Ort und Stelle liefern Hinweise auf sein Verbleib.

„Das syrische Innenministerium habe Österreich versichert, dass alle Verteidigungsrechte des Beschwerdeführers gewährt würden, einschließlich des Rechts auf einen Anwalt“, heißt es in dem Schreiben der ständigen Vertretung Österreichs bei den Vereinten Nationen in Genf. Angaben über die konkrete Haftanstalt oder den Gesundheitszustand des Mannes gibt es keine.

Ministerium verteidigt Vorgehen

Ein UNO-Ausschuss hatte die österreichische Regierung im vergangenen Jahr dazu veranlasst, Ermittlungen zum Verbleib des Mannes einzuleiten. Das Innenministerium erklärte in einer Stellungnahme erneut, dass es Aufgabe der österreichischen Fremdenbehörden sei, verurteilte Straftäter abzuschieben.

Mit der Übergabe an die Behörden des Heimatlandes endet die Zuständigkeit der österreichischen Fremdenbehörden. Der unter anderem wegen terroristischer Vereinigung verurteilte Mann war im vergangenen Sommer als erster Syrer aus Österreich in sein Heimatland abgeschoben worden.

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