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Monday, May 11, 2026

Verdächtiger im Haft: Schüsse beim Dinner mit Trump

„Das nehme ich an“, sagte Trump später auf die Frage, ob er die Zielscheibe des beim Abendessen der White-House-Korrespondenten überwältigten Schützen gewesen sei. Der Mann habe mehrere Waffen besessen und wollte töten, erklärte Trump. Allerdings sei er sehr weit von ihm entfernt gewesen.

Der mit einer kugelsicheren Weste ausgestattete Mann habe am Veranstaltungsort einen Sicherheitskontrollpunkt gestürmt und dabei einen Beamten verletzt, berichtete Trump. Mit 2.600 Gästen hatte er an der prestigereichen Veranstaltung der Presseleute des Weißen Hauses im Washingtoner Hilton Hotel teilgenommen, als die Schüsse fielen und er gemeinsam mit hochrangigen Regierungsvertretern in Sicherheit gebracht wurde.

„Einsamer Wolf“

Bei der Pressekonferenz lobte Trump demonstrativ die Arbeit des Secret Service. Zu den Hintergründen des Schützen sagte er, dass es sich vermutlich um einen „einsamen Wolf“ gehandelt habe. Er glaube auch nicht, dass der Schussangriff einen Bezug zum Iran-Krieg habe. Zugleich betonte er, dass er sich nicht vom Kurs gegenüber dem Iran abbringen lasse. „Das wird mich nicht davon abhalten, im Iran-Krieg zu siegen.“

Trump bestätigte rund eine Stunde nach dem Vorfall die Festnahme des Schützen. „Was für einen Abend in DC. Der Secret Service und die Strafverfolgungsbehörden haben hervorragende Arbeit geleistet“, schrieb er auf seiner Plattform Truth Social.

Trump hatte sich zunächst dafür ausgesprochen, „dass die Show weitergeht“. Später teilte er mit, dass die Veranstaltung innerhalb von 30 Tagen nachgeholt werden würde. Trump war im Juli 2024 knapp, während des Wahlkampfs für seine zweite Amtszeit knapp ein Attentat entgangen war, als ein Schütze ihn im Staat Pennsylvania verfehlte. Die Kugel verletzte Trump leicht am Ohr.

Panik im Festsaal des Hotels

Mehrere Medien hatten von einem Schützen berichtet. Ein für die Nachrichtenagentur Reuters arbeitender freier Fotograf hörte vier bis sechs laute Knalle im Hotel, jedoch nicht in unmittelbarer Nähe des Dinners. Im Festsaal des Hotels brach Panik aus. Anwesende riefen „Runter, runter!“ Hunderte Gäste warfen sich unter die Tische, während Agenten des Secret Service in Kampfausrüstung in den Raum stürmten.

Die Schüsse waren zu hören, kurz bevor Trump bei der prestigereichen Veranstaltung das Wort ergreifen sollte. Trump und die First Lady versteckten sich hinter dem Podium, bevor sie von ihren Personenschützern hinausgebracht wurden. Kurz bevor sie von der Bühne geleitet wurde, schien Melania Trump auf etwas im Publikum zu reagieren und wirkte besorgt, wie eine Liveübertragung des Senders CSPAN zeigte. Auch andere Regierungsmitglieder, darunter Vizepräsident JD Vance, wurden in Sicherheit gebracht.

Trump erstmals beim Dinner

Das Korrespondentendinner gilt als Höhepunkt des Gesellschaftslebens in der US-Hauptstadt. Es findet seit dem Jahr 1921 jährlich statt, wobei in der Regel der US-Präsident und Prominente zahlreiche an dem Dinner teilnehmen. Unter Trumps Vorgängern war es Tradition, dass der jeweilige US-Präsident eine humorige Rede hält.

Trump nahm heute erstmals als US-Präsident an dem Dinner teil. In seiner ersten Amtszeit (2017–21) und auch im Vorjahr hatte er die Einladung der Vereinigung der Presseleute im Weißen Haus ausgeschlagen.

Der Vorfall im Hilton Hotel weckt düstere Erinnerungen an einen blutigen Vorfall vor 45 Jahren. Seiner Zeit wurde dort ein Attentat auf den damaligen Präsidenten Ronald Reagan verübt, der ihn schwer verletzt überlebte.

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