Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat bei einem Arbeitsgespräch mit seinem italienischen Amtskollegen Sergio Mattarella im Quirinalspalast in Rom heute über die angespannte internationale Lage gesprochen. „Militärische Interventionen, die einen Regimesturz bewirken wollen, funktionieren selten“, sagte Van der Bellen im Gespräch mit Journalisten nach seinem Mittagessen mit Mattarella.
„Alles ist derzeit möglich: Es ist möglich, dass alles in 14 Tagen zu Ende geht.“ Gleichzeitig äußerte er jedoch Zweifel: „Die Ereignisse in Vietnam, Afghanistan und in Libyen sind Beispiele, die zeigen, dass diese Interventionen nicht immer die Ziele erreichen, die sie bezweckt hatten. Ich hoffe, dass die amerikanisch-israelische Intervention die Ziele im Auge behält und nicht deutlich über diese Ziele hinausschießt. Aber Stand heute wissen wir nicht, wie es weitergeht“, so der Bundespräsident.
Van der Bellen hob die positiven Beziehungen zwischen Italien und Österreich hervor. „Die Beziehungen zwischen unseren Ländern sind so gut wie selten zuvor.“ Der Bundespräsident hofft auf eine baldige Lösung im Transitstreit zwischen Italien und Österreich.
Van der Bellen verweist auf politische Stabilität
Van der Bellen verwies auch auf die politische Stabilität in Italien während der Amtszeit von Giorgia Meloni. „Meloni wird nächstes Jahr die längste dienende italienische Premierministerin seit Jahrzehnten sein. Das allein zeigt schon, dass sich die Verhältnisse in Italien geändert haben“, so Van der Bellen.
Morgen wird Van der Bellen den Papst treffen. „Ich bin selber nicht katholisch, sondern protestantisch, aber ich schätze die Rolle des Papstes sehr. Nicht umsonst wird er als Pontifex, auch Brückenbauer, bezeichnet. Päpste sind immer bemüht um den Frieden in der Welt. Ich freue mich auf diese erste Begegnung mit Leo

