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Sunday, April 12, 2026

Trump zu Straße von Hormus: Länder sollten Kriegsschiffe entsenden

„So oder so wird die Straße von Hormus bald offen sein“, hieß es in dem Beitrag. Zuvor hatte er vor Journalisten gesagt, dass US-Kriegsschiffe in Kürze Tanker durch die Straße von Hormus begleiten sollten. Die Eskorte der US-Marine werde „kahl“ beginnen. In einem weiteren Beitrag auf Truth Social schrieb Trump am Samstagabend, die Länder, die Öl durch die Straße von Hormus beziehen, müssten diese Meerenge sichern. Die USA würden demnach in großem Umfang unterstützen und sich mit den Ländern abstimmen. Er hob hervor, das hätte schon immer eine gemeinsame Anstrengung sein sollen – und werde nun eine sein.

Unterdessen machte der Iran eine Ausnahme von der Hormus-Blockade und erlaubte zwei indischen Schiffen die Durchfahrt. 22 weitere Schiffe liegen noch westlich der Seestraße, teilte die indische Regierung mit. Durch die Meerenge vor der Küste des Iran werden rund 20 Prozent des weltweiten Öl- und Flüssiggastransports auf dem Seeweg abgewickelt. Der Verkehr ist im Iran-Krieg nahezu zum Erliegen gekommen. Das trieb die Preise in die Höhe.

AP/Mark Schiefelbein

„So oder so wird die Straße von Hormus bald offen sein“, so Trump

„Entscheidende Phase“ für Israel

Israels Verteidigungsminister Israel Katz sah unterdessen den Schlüsselmoment im Konflikt mit Teheran gekommen. Der Kampf intensiviere sich und gehe in die „entscheidende Phase“ über, sagte Katz nach Angaben seines Büros. Genaue Zeitangaben machte er nicht. Katz fügte lediglich hinzu, diese Phase werde so lange dauern wie nötig. Gleichzeitig rief er die Bevölkerung im Iran zum Widerstand gegen die Führung in Teheran auf.

Die israelische Armee teilte am Samstag mit, dass sie in den ersten beiden Wochen des Krieges 400 Angriffswellen mit jeweils zahlreichen Kampfjets auf den Iran geflogen habe. Hauptziele im Zentrum und Westen des Iran seien für Raketenstarts und Verteidigungsanlagen gewesen.

Israel: 200 Ziele in 24 Stunden bombardiert

Allein in den vergangenen 24 Stunden seien mehr als 200 Ziele bombardiert worden. Dabei waren Dutzende Abschussrampen für ballistische Raketen getroffen worden, von denen einige für Angriffe auf Israel vorbereitet sein sollen. Dabei wurden Luftverteidigungssysteme und Waffenlager herangezogen. Der Iran berichtete, dass bei einem Angriff in der Stadt Isfahan 15 Menschen in einer Fabrik ums Leben gekommen seien.

Allerdings scheinen Israel im Kampf gegen den Iran die Abfangraketen auszugehen: Israel habe die USA in dieser Woche darüber informiert, dass die Bestände an Abfangsystemen für ballistische Raketen einen kritischen Tiefstand erreicht hätten, berichtete das Nachrichtenportal „Semafor“ am Samstag unter Berufung auf US-Vertreter. Den USA ist das Problem seit Monaten bekannt. In den US-Beständen herrscht hingegen kein Mangel.

Angriffe im Irak und den Emiraten

Wie al-Jazeera berichtete, wurde ein Flugabwehrsystem bei der US-Botschaft in Bagdad getroffen. Zu der Attacke bekannt sich bis dato niemand. Nach dem Angriff rief die US-Botschaft alle US-Bürgerinnen und -Bürger auf, den Irak umgehend zu verlassen. Des Weiteren wurde das Konsulat der Vereinigten Arabischen Emirate in der autonomen Kurdenregion im Nordirak angegriffen. Zwei Sicherheitskräfte wurden dabei verletzt, hieß es.

Behörden im Emirat Fudschaira teilten am Samstag mit, die Luftabwehr habe eine Drohne abgefangen. Durch herabfallende Trümmer sei ein Brand ausgebrochen. Opfer habe es nicht gegeben. Auch der internationale Flughafen von Kuwait wurde am Samstagabend erneut mit Drohnen angegriffen. Laut der Luftfahrtbehörde gab es aber keinen Verletzten.

Verletzter bei Raketenangriff aus dem Iran auf Südisrael

Der Iran droht indes mit Angriffen auf US-Ziele in den Arabischen Emiraten. Zudem wurden Angriffe auf US-Unternehmen in der Region in Aussicht gestellt, sollte die iranische Energieinfrastruktur ins Visier genommen werden.

Bei neuen iranischen Raketenangriffen auf Israel wurden in der Stadt Eilat im Süden des Landes zwei Menschen verletzt. Ein zwölfjähriger Bub sei verletzt, ein 39 Jahre alter Mann sei mit leichten Verletzungen ins Krankenhaus gebracht worden, teilte der Rettungsdienst Magen David Adom mit. In der Stadt gab es mehrere Einschläge von Raketen- und Trümmerteilen.

Außenminister: „Kein Problem“ bei Chamenei

Der iranische Außenminister Abbas Araktschi trat indes Spekulationen über den gesundheitlichen Zustand des obersten Führers Modschtaba Chamenei entgegen. Araktschi sagte im Interview mit MS Now, es gebe „kein Problem“ mit Chamenei. US-Verteidigungsminister Pete Hegseth hatte am Freitag gesagt, Chamenei sei verwundet und wahrscheinlich entstellt worden.

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