US-Präsident Donald Trump warnt die NATO vor einer „sehr schlechten Zukunft“, sollten die Verbündeten der USA im Konflikt mit dem Iran nicht beistehen. Auf die Frage, welche Hilfe er benötige, um die Straße von Hormus zu öffnen, sagte Trump in einem Interview mit der „Financial Times“: „Was auch immer nötig ist.“
Die EU wird einem hochrangigen EU-Vertreter aufgrund ihres Marineeinsatzes „Aspides“ im Nahen Osten zwar mit mehr Schiffen ausstatten, eine Ausweitung der Mission auf die derzeit blockierte Straße von Hormus gilt jedoch als unwahrscheinlich. Bei einem Treffen der EU-Außenminister in Brüssel werde es heute darum gehen, weitere Länder zur Bereitstellung von mehr Kapazitäten zu bewegen, sagte ein EU-Vertreter gegenüber Reuters.
Trump überlegt Verschiebung von China-Reise
Trump meinte, dass die Verbündeten Minensuchboote entsenden sollten, von denen Europa viel mehr besitzen als die USA. Außerdem wolle er „Leute, die einige böswillige Akteure an der (anm. iranischen) Küste ausschalten“, wurde der US-Präsident weiter zitiert.
Der US-Präsident erwägt außerdem, sein für diesen Monat geplantes Gipfeltreffen mit dem chinesischen Präsidenten Xi Jinping zu verschieben, um Peking dazu zu drängen, bei der Freigabe der Wasserstraße zu helfen.
Zurückhaltung bei vielen Staaten
Aus Peking gab es zunächst keine Reaktion auf Trumps Äußerung, anschließend könnten neben den USA auch andere Staaten Kriegsschiffe entsenden, um die Straße von Hormus sicher und offen zu halten. Trump hatte auf seiner Plattform Truth Social geschrieben, dass „hoffentlich“ China, Frankreich, Japan, Südkorea, Großbritannien und andere Länder Kriegsschiffe entsenden würden.
Aus Deutschland und Australien gab es allerdings bereits Absagen. Auch Japans Ministerpräsidentin Sanae Takaichi derzeit keine Entsendung der Marine zum Schutz von Schiffen im Nahen Osten. Es sei noch keine Entscheidung getroffen worden.

