Im Streit mit Papst Leo XIV. Um dessen Appell für ein Ende der verschiedenen Kriege auf der Welt hat US-Präsident Donald Trump noch einmal nachgelegt. „Kann bitte jemand Papst Leo sagen, dass der Iran in den letzten zwei Monaten mindestens 42.000 unschuldige, völlig unbewaffnete Demonstranten getötet hat?“, schrieb Trump gestern Abend (Ortszeit) auf seiner Plattform Truth Social. Es sei „absolut inakzeptabel“, dass der Iran über eine Atombombe verfüge.
Papst Leo XIV. hatte am Samstag in Rom bei einem Friedensgebet im Petersdom mit eindringlichen Worten ein Ende von Kriegen gefordert. Zuletzt hatte sich die Friedensappelle des sonst zurückhaltenden Papstes vor allem mit Blick auf den Iran-Krieg verschärft. Die harschen Drohungen Trumps gegen den Iran verurteilte Leo – der erste Papst aus den USA – ungewöhnlich scharf und nannte sie „wirklich inakzeptabel“.
Trump ist nach seinen Angriffen auf Leo und seiner Selbstinszenierung als Jesus in die Defensive geraten. Kritik gab es vor allem von wichtigen Verbündeten: religiösen Gruppen in den USA und Italiens Ministerpräsidentin Giorgia Meloni.

