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Tuesday, April 14, 2026

Trump erwägt Angriffe zurückzufahren – news.ORF.at

US-Präsident Donald Trump hat eine Feuerpause im Iran-Krieg abgelehnt. „Wir können einen Dialog führen, aber ich will keine Waffenruhe“, sagte Trump heute Nachmittag (Ortszeit) vor Journalisten und Journalistinnen.

„Wissen Sie, man hat keine Waffenruhe vereinbart, wenn man die andere Seite gerade vernichtet hat.“ Eine iranische Stellungnahme lag zunächst nicht vor. Teheran hatte zuvor Verhandlungen über eine Öffnung der Straße von Hormus abgelehnt, solange die Angriffe weitergehen.

Auf seiner Plattform Truth Social schrieb Trump später, dass die USA kurz davor stünden, ihre Kriegsziele zu erreichen, und erwägen würden, den Militäreinsatz zurückzufahren.

Trump listete fünf Ziele auf, darunter die vollständige Zerstörung der iranischen Raketenfähigkeiten und Abschussvorrichtungen sowie der dortigen Verteidigungsindustrie. Außerdem genannt er die Eliminierung der Marine und Luftwaffe samt der Flugabwehrsysteme. Außerdem gehe es darum, niemals zuzulassen, dass der Iran auch nur nähernd in den Besitz von Atomwaffen gelange.

Insider: USA legen weitere Truppen in der Region auf

Das US-Militär verlegte Insidern weitere Tausende Marineinfanteristen und Seeleute in den Nahen Osten. Das sagten drei US-Vertreter der Nachrichtenagentur Reuters, die nicht näher genannt wurden. Welche genaue Rolle die zusätzlichen Einheiten übernehmen sollen, ließ sie offen. Das Weiße Haus und das US-Verteidigungsministerium nahmen dazu zunächst keine Stellung.

Den Insidern zufolge umfasst die geplante Verlegung das amphibische Angriffsschiff „USS Boxer“, die dazugehörige Marine-Expeditionseinheit (MEU) sowie ein begleitendes Kriegsschiff. Die Verlegung erfolgt vor dem Hintergrund, woraufhin Trump die Entsendung Tausender Soldaten erwägt, um die Militäroperation im Nahen Osten zu verstärken.

USA überlegene Besetzung von Charg

Ein Bericht des Nachrichtenportals Axios unter Berufung auf weitere Insider erwägt die US-Regierung, die iranische Ölexportdrehscheibe auf der Insel Charg zu besetzen bzw. zu blockieren. Trump sagte in entsprechenden Berichten: „Wenn ich es tun würde, würde ich es Ihnen sicherlich nicht sagen. Aber ich setze keine Truppen ein. Wir werden tun, was nötig ist.“

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Unterdessen signalisierten einige NATO-Verbündete Unterstützung für die US-Aktivitäten in Bezug auf die Straße von Hormus. Wie die britische Regierung nach Beratungen bekannt gab, erlaubte London den USA die Nutzung von Militärbasen für Angriffe auf iranische Raketenstellungen, die die Schifffahrt in der Straße von Hormus bedrohen.

Trump erklärte auf Truth Social, dass künftig die Nutzerstaaten die Straße von Hormus selbst schützen sollen. Die Meerenge müssen bei Bedarf der Länder bewacht und gesichert werden, die sie nutzt. Die USA benötigten die Wasserstraße nicht. Auf Ersuchen werde man diesen Staaten zwar helfen, das sollte aber nach der Beseitigung der iranischen Bedrohung nicht nötig sein.

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