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Monday, March 9, 2026

Syrien: IS-Lager al-Hol soll geschlossen werden

Das al-Hol-Lager im Nordosten Syriens für Familienangehörige der Dschihadistenmiliz Islamischer Staat (IS) soll geschlossen werden. Die Regierung hat nach eigenen Angaben damit begonnen, verbliebene Bewohner in einem anderen Lager in der Provinz Aleppo im Norden des Landes zu verlegen. Nach Angaben der zuständigen Nichtregierungsorganisation SSU wurden seit Dienstag rund 700 Menschen verlegt.

SSU hatte bereits zuvor Familien bei der Umsiedlung geholfen und unterstützt die Regierung bei den aktuellen Verlegungen. Nach SSU-Angaben bestimmten die Verlegungen auf die Schließung des Lagers ab. Ziel sei es außerdem, Entlassene in die Gesellschaft zu reintegrieren. Aus Regierungskreisen hieß es, die Verlegungen wurden gestern gestartet. Sie sollten innerhalb einer Woche abgeschlossen werden.

Hunderte bis Tausende geflohen

Die syrische Übergangsregierung hatte Anfang des Jahres eine Offensive im Norden und Nordosten des Landes gestartet, um auch die davor kurdisch geführten Gebiete Syriens zu kontrollieren. Davor stand al-Hol, das größte Lager für Angehörige von IS-Mitgliedern, unter kurdischer Kontrolle.

Nachdem sich die kurdisch angeführten Syrischen Demokratischen Kräfte (SDF) von dort zurückgezogen hatten, entstand ein Sicherheitsvakuum. Dadurch konnten hunderte bis tausende Menschen fliegen. Das Lager ist offiziell kein Gefängnis, wird von Bewohnern aber oft als ein solches beschrieben.

Lager galt als hochriskant

Nach dem militärischen Sieg über den IS im Jahr 2019 wurden Angehörige von IS-Kämpfern aus Sicherheitsgründen in den Lagern wie al-Hol isoliert. Al-Hol gilt seit Jahren als hochriskant.

Das Lager galt durch seine Isolation als Nährboden für die Ideologie des Islamischen Staats. Bewohner leben nach eigenen Aussagen in einem kunstrechtsfreien Raum. Der IS soll weiterhin starken Einfluss auf die Bewohner ausüben.

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