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Saturday, June 13, 2026

„Stopline“-Bilanz: Illegale Inhalte in jeder zweiten Meldung

Noch nie waren so viele der eingegangenen Meldungen tatsächlich strafrelevant, erklärt „Stopline“, die heimische Meldestelle gegen sexuelle Missbrauchsdarstellungen Minderjähriger und nationalsozialistische Wiederbetätigung im Internet.

Mit 50,9 Prozent Anteil sind das mehr als die Hälfte. Die Zahl der Meldungen insgesamt ist im Vorjahr gegenüber 2024 zurückgegangen, von 89.908 auf 75.089.

Die bei weitem meisten Meldungen betrafen sexuelle Missbrauchsdarstellungen Minderjähriger nach § 207a Strafgesetzbuch (StGB). 38.223 zutreffende Meldungen liegen in diesem Bereich vor, lediglich 41 betrafen das Verbotsgesetz.

Bereitschaft Missbrauchsdarstellungen zu melden „höher“

Barbara Schloßbauer, Projektleiterin der „Stopline“, erklärte heute bei einer Pressekonferenz in Wien damit, dass wohl die Bereitschaft viel höher sei, Inhalte mit mutmaßlichen Missbrauchsdarstellungen Minderjähriger zu melden als solche mit verbotsgesetzwidrigem Inhalt.

Dazu komme, dass mit den Bestimmungen des Verbotsgesetzes und des Abzeichengesetzes der rechtliche Rahmen für die „Stopline“ viel enger gesetzt sei als beim Paragraf 207a. Oft handle es sich beispielsweise um Verhetzung, aber schon dies falle nicht unter die Zuständigkeit der „Stopline“.

Kein österreichischer Anbieter betroffen

Schloßbauer und der Generalsekretär der ISPA (Internet Service Providers Austria), Stefan Ebenberger, hatten auch eine gute Nachricht: Keine einzige zutreffende Meldung wurde bei einem österreichischen Provider gehostet.

Ebenberger nannte Österreich einen ausgesprochen „unattraktiven Standort“ für Täter, das Motto „Löschen statt Sperren“ habe sich bewährt.

Ob der Gastgeber in Österreich oder im Ausland sitzt, die „Stopline“ informiert immer auch die Strafverfolgungsbehörden, wenn sie auf entsprechende Inhalte stößt.

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