Bundeskanzler Christian Stocker (ÖVP) wird bei der von ihm vorgeschlagenen Volksbefragung über eine Verlängerung des Wehrdienstes über zwei der von der Wehrdienstkommission vorgeschlagenen Modelle abstimmen lassen. Das sagte der Kanzler in Interviews mit mehreren Tageszeitungen.
Welche beiden Modelle das konkret sein sollen, sagte Stocker nicht. Keine Option soll es aber sein, den Status quo beizubehalten und den Wehrdienst nach sechs Monaten zu belassen, bekräftigte er bisherige Aussagen.
Die Kommission schlug fünf Varianten vor
Die fünf von der Kommission vorgeschlagenen Varianten sollten auf maximal zwei reduziert werden, sagte Stocker. Empfohlen hatte das Gremium acht Monate Grundwehrdienst und zwei Monate bestätigende Milizübungen.
Daneben enthielt eine weitere Variante sechs Monate Grundwehrdienst mit insgesamt 100 Tagen Milizübungen sowie eine dritte Option vier Monate Grundwehrdienst und 140 Tage Milizübungen.
Daneben wurden noch zwei „Entwicklungsmodelle“ für den Fall einer Veränderung der Sicherheitslage aufgezeigt: Die erste enthielt eine geschlechtsneutrale, allgemeine Wehrpflicht mit Rekrutierung überwiegend auf freiwilliger Basis, 16 Monate Grundwehrdienst und anschließender selektiver Übungspflicht, die zweite eine allgemeine Dienstpflicht aller Geschlechter mit acht Monaten Grundwehrdienst und anschließender selektiver Milizübungspflicht.

