Gestern kostete ein Liter Diesel im bundesweiten Durchschnitt 2.209 Euro, für einen Liter Superbenzin mussten 1.788 Euro bezahlt werden. Das ist ein Anstieg gegenüber dem Vortag, an dem 2.132 Euro für Diesel und 1.748 Euro für Benzin verlangt wurden. Das geht aus den aktuellen Zahlen der Regulierungsbehörde E-Control hervor.
Wirtschaftsminister Wolfgang Hattmannsdorfer (ÖVP) verwies heute auf eine Untersuchung des Instituts für Höhere Studien (IHS) zur Wertschöpfungskette bei Treibstoffen. Diese habe bisher bestätigt, dass die Preisbildung „am internationalen Markt und nicht national“ entsteht.
Der Minister richtete „eindringliche Aufforderungen“ an EU-Energiekommissar Dan Jörgensen für ein „koordiniertes europäisches Vorgehen, mehr Transparenz an den internationalen Handelsplätzen und rasches Handeln“.
ADAC kritisiert „Österreich-Modell“
In Deutschland findet unterdessen eine Diskussion über die Sinnhaftigkeit einer Spritpreisregelung statt, die sich am österreichischen Modell orientiert: dass nämlich nur einmal am Tag zu Mittag der Preis an den Tankstellen erhöht werden darf.
„Die Umstellung auf das sogenannte Österreich-Modell hat die Preisentwicklung eher gefördert als begrenzt“, sagte eine Sprecherin des deutschen Automobilclubs ADAC. Und ergänzte: „Die Preise sind seitdem auf einem zu hohen Niveau.“

