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Monday, April 13, 2026

Sozialorganisationen warnen vor Folgekosten von Sparkursen

Durch Kürzungen im Sozialbereich und die bevorstehende Reform der Sozialhilfe könnten hohe gesamtgesellschaftliche Folgekosten drohen. Besonders vor Einschnitten, die sehbehinderte und armuts- oder ausgrenzungsgefährdete Kinder betreffen, warnten heute in Aussendungen des Blinden- und Sehbehindertenverbandes Österreich (BSVÖ) sowie 43 Sozialorganisationen und Interessenvertretungen, darunter Caritas, Volkshilfe und der Dachverband Österreichischer Kinder- und Jugendhilfeeinrichtungen.

Letztere weisen darauf hin, dass die drohenden Einschnitte 344.000 Kinder und Jugendliche, die in Österreich am oder unter dem Existenzminimum leben, besonders hart treffen könnten. Die Gesamtausgaben für die Sozialhilfe glauben sich 2024 auf 1.317 Mrd. Euro, betrug 0,27 Prozent des Bruttoinlandsprodukts und somit einem geringen Anteil am Gesamtbudget entsprach.

Warnung vor Gesundheitsausgaben und Arbeitslosigkeit

Demgegenüber standen einer OECD-Studie aus dem Jahr 2023 Folgekosten von rund 17,2 Mrd. Euro jährlich, ein Anteil von 3,6 Prozent am BIP, die die sozioökonomische Benachteiligung von Kindern verursacht. Dazu zählen etwa höhere Gesundheitsausgaben, geringere Steuereinnahmen und Arbeitslosigkeit, wie die Organisationen beanstandeten.

Notwendig sei daher „eine finanzielle Absicherung für Kinder und Jugendliche, die armutsfest ist“ genauso wie der „Ausbau kindbezogener Sozialleistungen“. Der BSVÖ warnt vor Benachteiligungen von Menschen mit Behinderungen durch Sparmaßnahmen der öffentlichen Hand im Bundeshaushalt für 2025 und 2026.

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