Eine heftige Unwetterfront über dem zentralen Mittelmeer sorgt für schwere Beeinträchtigungen in den Ägäis und auf Kreta. Die Behörden haben die Bevölkerung in allen Regionen, darunter auch Athen, per SMS gewarnt: „Bleiben Sie möglichst zu Hause.“
Auf Kreta gibt es derzeit neben den stürmischen Winden auch extrem hohe Feinstaubwerte durch Saharastaub. Laut Wetteramt wurden Konzentrationen von teilweise über 1.000 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft registriert. Die Situation wirkt sich auch auf den Flugverkehr aus: Zahlreiche Flüge von und nach Kreta mussten gestrichen oder umgeleitet werden, wie der griechische Rundfunk berichtete.
Auf den Kykladen und den Dodekanes-Inseln wie Mykonos, Paros, Rhodos und Kos bleiben die Schulen aller Stufen geschlossen. Der Unterricht findet online statt. Zahlreiche Fährverbindungen wurden eingestellt, da die starken Winde die Schifffahrt gefährden. In den südlichen Ägäis wurden Windgeschwindigkeiten von bis zu 120 Kilometern pro Stunde gemessen, und im Meer im Südosten der Ägäis wurden Wellen über sechs Meter hoch beobachtet.

