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Thursday, April 16, 2026

Schwere Kämpfe im Donbass – news.ORF.at

Die Kämpfe an der Front im Osten der Ukraine haben sich nach Angaben des Kiewer Generalstabs in den vergangenen Tagen verstärkt. Dabei spricht das ukrainische Militär von hohen russischen Verlusten. Im Bericht des Generalstabs von heute Früh hieß es, dass innerhalb von 24 Stunden 1.240 russische Soldaten verletzt oder getötet worden seien. Es wurden 161 einzelne Gefechte gegeben.

Solche Militärstatistiken sind nicht unabhängig überprüfbar, die gemeldeten Zahlen liegen zuletzt aber deutlich höher als in den vergangenen Wochen. Demnach scheinen sich die russischen Angriffe seit Dienstag verstärkt zu haben. Der Schwerpunkt der Kämpfe soll einmal mehr die Stadt Pokrowsk im Industrierevier Donbass sein, ohne dass für die eine oder andere Seite Geländegewinne bekannt wurden.

Russische Offensive abgewehrt?

Einige Militärbeobachter folgen aus den Daten, dass die Ukraine eine erste Frühjahrsoffensive der Russen abwehren kann. Das US-Institut für Kriegsstudien (ISW) schrieb vorsichtiger, dass die russische Armee mit verstärkten Aufklärungsangriffen vermutlich ihre Frühjahrs- und Sommeroffensive vorbereitete.

Das Verteidigungsministerium in Moskau bleibt bei der Darstellung, dass seine Truppen an der mehr als 1.000 Kilometer langen Front auf dem Vormarsch seien. Militärnahe russische Blogger stehen aber vor Problemen an Frontabschnitten wie Kupjansk im Norden und Huljaipole im Süden.

Die Verteidigungsfähigkeit der ukrainischen Armee stützt sich vor allem auf den umfassenden Einsatz von Drohnen über der Kampfzone. Im Februar hat die Ukraine nach einigen Berechnungen erstmals seit 2023 wieder mehr Fläche zurückerobert als verloren. Russlands Staatschef Wladimir Putin hat vor mehr als vier Jahren eine großangelegte Invasion in das Nachbarland befohlen.

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