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Monday, April 20, 2026

Schlussplädoyers im Prozess gegen Stronach starten

Im Prozess gegen den österreichisch-kanadischen Magna-Gründer Frank Stronach wegen Missbrauchsvorwürfen haben heute die Schlussplädoyers begonnen. Das meldete die kanadische Nachrichtenagentur „The Canadian Press“.

Der 93-Jährige sah sich in dem Prozess in Toronto mit insgesamt zwölf Punkten konfrontiert, die sich auf sieben mutmaßliche Opfer und teils Jahrzehnte zurücklagen bezogen. Stronach wies alle Vorwürfe von sich und plädierte auf nicht schuldig.

Im Verlauf des Prozesses ließ die Staatsanwaltschaft fünf Anklagepunkte fallen, die drei der sieben Beschwerdeführerinnen betrafen. Nach deren Einvernahmen vor Gericht entschied die Staatsanwaltschaft, dass die Beweise nicht vorgelegt wurden, um die Vorwürfe weiterzuverfolgen, wie mehrere kanadische Medien berichteten. Die Verteidigung fordert dagegen, dass Stronach in diesen Punkten freigesprochen werden muss.

Der Prozess wird mit sieben statt zwölf Anklagepunkten fortgesetzt

Stronach sieht sich weiterhin mit sieben Anklagepunkten konfrontiert, die vier der Frauen betreffen. Seine Verteidigung kündigte an, eine Einstellung des Verfahrens („Aussetzung des Verfahrens“) zu beantragen. Sie wirft der Staatsanwaltschaft vor, einige der Beschwerdeführerinnen vor dem Prozess beeinflusst („gecoacht“) zu haben.

Bei dem Verfahren in Toronto handelt es sich um den ersten von zwei Prozessen, denen sich der 93-jährige Steirer Heuer stellen muss. Laut mehreren kanadischen Medien erhoben insgesamt dreizehn Frauen Vorwürfe gegen Stronach. Beim Prozess in Toronto geht es darum, über die Vorwürfe von sieben der 13 Frauen zu berichten. Die übrigen Vorwürfe sollen später im Jahr in Newmarket (Ontario) behandelt werden. Stronach bestreitet die Vorwürfe.

Vorwürfe reichen bis in die 70er Jahre zurück

Gerichtsdokumente reichen die Anschuldigungen der versuchten Vergewaltigung bis ins Jahr 1977 zurück. Weitere Frauen werfen dem milliardenschweren Vergewaltigung und sexuellen Übergriffen in den 1980er, 1990er und frühen 2000er Jahren vor.

Einige Vorfälle hatten sich in Toronto, weitere auch in der kanadischen Stadt Aurora ereignet, wo Stronachs ehemalige Firma Magna International ihren Hauptsitz hatte. Auch im Frühjahr 2023 soll der Milliardär sexuelle Übergriffe gegenüber Frauen verübt haben. Es gilt die Unschuldsvermutung.

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