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Monday, July 20, 2026

Russland meldet erneut ukrainische Drohnenangriffe

Am heutigen letzten Tag des internationalen Wirtschaftsforums in St. Petersburg haben die ukrainischen Streitkräfte die Millionenstadt erneut unter Beschuss genommen. Gouverneur Alexander Beglow und auch der Zivilschutz informierten die Menschen über einen „großangelegten Angriff durch militärische Drohnen“. Die Flugabwehr sei aktiv.

Schon am ersten Tag des Wirtschaftsforums am Mittwoch bildeten sich nach dem Angriff auf eine Ölraffinerie schwarze Rauschwolken am blauen Himmel über der Altstadt, die zum Weltkulturerbe der UNESCO gehört.

„Gemäß den Empfehlungen des Einsatzstabs bitte ich die Einwohnerinnen und Einwohner von St. Petersburg, in ihren Wohnungen zu bleiben und nicht auf die Straße zu gehen“, schrieb der Gouverneur auf Telegram. „Es kann zu Unterbrechungen des mobilen Internets kommen.“ Auf dem für die internationalen Gäste des Forums wichtigen Flughafen Pulkowo gab es am früheren Morgen zeitweilig keine Starts und Landungen wegen der Gefahr.

Brände und Schäden in mehreren Teilen Russlands

Im Leningrader Gebiet um St. Petersburg (früher Leningrad) meldete Gouverneur Alexander Drosdenko ebenfalls Drohnenalarm. Die Flugabwehr hat 141 Drohnen abgeschossen. Demzufolge kam es zu Bränden. Auch im von der russischen Kriegsmarine genutzten Ostsee-Hafen von Kronstadt habe es Angriffe gegeben, hieß es.

Berichte über Drohnenschläge gab es außerdem aus dem Gebiet Krasnodar im Süden sowie aus anderen Teilen Russlands. Der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj bestätigte die Angriffe auf ein Öllager in der Region Krasnodar sowie eine Militärbasis nahe St. Petersburg. „Russland muss seinen Krieg beenden und seine Angriffe auf das Leben stoppen“, erklärte Selenskyj auf X. Jede Ungerechtigkeit gegenüber der Ukraine werde eine gerechte Antwort erhalten.

Auch der Hafen von Mariupol in dem von Moskau annektierten Gebiet Donezk sei betroffen, hieß es. Nach Explosionen seien in Öldepots in Brand geraten, berichteten Medien. In sozialen Netzwerken kursierten von unabhängiger Seite zunächst nicht überprüfbare Videos, auf dem große Feuer und Rauchwolken zu sehen waren.

Die ukrainischen Drohnenattacken gegen die russische Ölindustrie und militärische Ziele waren mehrfach Thema bei dem Wirtschaftsforum, das heute ausklingt. Die Ukraine wehrt sich mit diesen Gegenangriffen gegen den seit gut vier Jahren andauernden russischen Angriffskrieg.

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