Im Zuge der bevorstehenden Umstellung auf ein neues Dienstzeitmanagement bei der österreichischen Exekutive soll es keine „systematischen“ Zusammenlegungen von Inspektionen geben. Das sagte Franz Ruf, Generaldirektor für die öffentliche Sicherheit, gegenüber der APA.
Erst vergangenes Jahr waren in Vorarlberg und Tirol Inspektionen zusammengelegt worden. Weitere Dienststellen in Österreich werden es aber dann geben, „wenn die örtlichen Gegebenheiten dafür sprechen und wenn die Sicherheitssituation dadurch eine bessere wird“, so Ruf.
„Wenn die Bediensteten dadurch besser zum Einsatz kommen, zielgerichteter, dann begrüßen wir das in Einzelfällen.“ Die Letztverantwortung darüber hätten die Landespolizeidirektionen, „die das mit den jeweiligen Bürgermeistern absprechen“.
Kein Startdatum für Testbetrieb
Zuletzt war in der Vergangenheit immer wieder Kritik innerhalb der Polizei an Engpässen bei Personal und Ausstattung laut geworden. Ruf betonte dazu, dass das Innenministerium heute über ein Rekordbudget von rund 4,8 Milliarden Euro verfüge. Rund 3,5 Milliarden davon fielen laut Ruf der Generaldirektion für die öffentliche Sicherheit zu.
Geht es nach Ruf, soll auch das neue Dienstzeitmanagement, das in den kommenden Monaten in fünf österreichweiten Einführungsbezirken getestet wird, den Polizeiberuf attraktiver und familienfreundlicher machen. Ein konkreter Zeitpunkt für den Start des Testbetriebs wurde nicht genannt.
Derzeit gibt es Unterschiede zwischen städtischen und ländlichen Regionen. Gleichzeitig sollen mehr Mitbestimmung der Beamtinnen und Beamten bei der Erstellung ihres Dienstplans, die Möglichkeit zu mehr Freizeit, kürzere Dienstschichten und ein Überstundenpool ermöglicht werden. Auch die 24-Stunden-Dienste sollen wegfallen.

