18.9 C
New York
Tuesday, April 14, 2026

Mündliche Matura heuer doch noch ohne Mindestquote

Bei der diesjährigen mündlichen Matura im Juni wird es – anders als von Bildungsminister Christoph Wiederkehr (NEOS) angekündigt – doch keine Mindestquote für das Bestehen geben, wie es heute gegenüber der APA hieß.

Wer im Jahreszeugnis keine schlechtere Note als einen Dreier hat und bei der schriftlichen Matura 30 Prozent der Punkte erreicht, muss damit auch heuer bei der mündlichen Prüfung nur „mitwirken“. Die Antworten müssen auch nur im Zusammenhang mit der Frage stehen, richtig sein müssen sie nicht.

Seit der Coronavirus-Pandemie 2020 wird die Jahres- in die Maturanote eingerechnet. Steht man dadurch genau zwischen zwei Noten, „sticht“ die Klausurnote. Wer ein Befriedigend oder eine bessere Note im Jahreszeugnis hatte, ist durch die Regelung vor dem Durchfallen weitgehend geschützt.

Dass Schülerinnen und Schüler mit gutem Zeugnisnote selbst dann auf der sicheren Seite waren, wenn sie bei der schriftlichen Klausur nur ein leeres Blatt Abgaben, sorgte schon im ersten Jahr vereinzelt für Probleme. Als Reaktion wurde die Regelung nachgeschärft: Wer weniger als 30 Prozent der Punkte erreicht, fällt seit 2021 automatisch durch. Bei der mündlichen Matura gibt es dagegen weiterhin keine Mindestanforderung.

Neuregelung soll 2027 kommen

Bildungsminister Wiederkehr hatte bereits im Vorjahr angekündigt, dieses Schlupfloch zu schließen und auch bei der „Mündlichen“ einen „Schwellenwert“ einzuführen. Eine Einigung mit den Koalitionspartnern ÖVP und SPÖ kam allerdings nicht mehr rechtzeitig für die mündlichen Prüfungen in diesem Juni-Zustand.

Als Grund nannte das Ministerium gegenüber der APA, dass die Änderung als Teil eines Pakets beschlossen werden soll. Neues Ziel ist eine neue Verordnung für den Maturajahrgang 2027. In der AHS-Lehrergewerkschaft zeigte man sich gegenüber der APA enttäuscht über die Verschiebung.

Related Articles

Latest Articles