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Monday, April 20, 2026

Mobbing-Vorwürfe gegen KHM-Spitze: Kuratorium tagt

Die Vorwürfe gegen die „toxische Führungskultur“ im Verband des Kunsthistorischen Museums (KHM) seit Antritt von Generaldirektor Jonathan Fine im Vorjahr beschäftigt nun auch das Kuratorium des KHM-Verbandes. Es kommt heute zu einer Sondersitzung zusammen.

Ambras-Direktorin Veronika Sandbichler, seit 34 Jahren im Verband des KHM beschäftigt, spricht von „Einschüchterung, Druck und persönlicher Abwertung“. Vor Fines Antritt habe eine „sehr gute Kritikkultur“ geherrscht. „Ich arbeite sehr, sehr gern und mir liegt etwas an dieser Institution und auch an den Menschen, die da arbeiten“, so Sandbichler gegenüber dem ORF.

Der KHM-Verband wies die erhobenen Behauptungen gestern Abend zurück und bezeichnete die Anschuldigungen als „inhaltlich unzutreffend, einseitig dargestellt und durch sämtliche Fakten gedeckt.“

Anwalt: Kein Einzelfall

Laut Sandbichlers Anwalt Martin Maxl geht es aber nicht um einen Einzelfall: „Da sind knapp 20 Personen durch genau diese toxische Führungskultur aus dem KHM ausgeschieden“, sagte er im „Morgenjournal“. Sandbichler spricht von „sehr, sehr viele Kolleginnen und Kollegen, die Angst haben, ihren Job zu verlieren“.

Seitens des Kulturministeriums hieß es, dass in der Angelegenheit bereits Stellungnahmen der Geschäftsführung des KHM-Museumsverbandes und der Kuratoriumsvorsitzenden eingeholt worden seien. Eine externe Revision sei vom Kuratorium des KHM beauftragt worden, um eine unabhängige und sorgfältige Aufklärung sicherzustellen.

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