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Monday, May 11, 2026

Minister bei islamistischem Angriff in Mali getötet

Der Verteidigungsminister der Militärjunta in Mali, Sadio Camara, ist bei Angriffen von Dschihadisten getötet worden. Das erfuhr die Nachrichtenagentur AFP heute von seiner Familie sowie aus Regierungskreisen.

Mit dem Terrornetzwerk al-Kaida verbündete Dschihadisten hatten gemeinsam mit der Tuareg-Rebellengruppe FLA am Vortag landesweit koordinierte Angriffe auf die Armee gestartet. Die Gruppe zur Unterstützung des Islam und der Muslime (JNIM) erklärte, ihre Kämpfer hätten die Wohnhäuser von Junta-Chef Assimi Goita und Camara angegriffen. Auch der internationale Flughafen von Bamako und weitere Ziele wurden angegriffen.

In Malis Hauptstadt Bamako wurde eine nächtliche Ausgangssperre verhängt. Das Militär hatte von umfangreichen Durchsuchungen in Bamako und den anderen angegriffenen Städten berichtet und erklärt, die Lage sei unter Kontrolle.

Rebellen melden Einnahme der Stadt Kidal

Die Tuareg-Rebellengruppe FLA erklärte jedoch, sie habe die Stadt Kidal im Norden des Landes eingenommen. „Unsere FLA-Truppen kontrollieren Kidal, den größten Teil von Kidal“, erklärte FLA-Sprecher Mohamed Elmaulud Ramadan. Der Gouverneur von Kidal habe sich verschanzt.

Guterres verurteilte Gewalt

UNO-Generalsekretär Antonio Guterres verurteilte die Gewalttaten in Mali. Er rief zu koordinierter internationaler Unterstützung auf, um der „Bedrohung durch gewalttätigen Extremismus und Terrorismus in der Sahelzone zu begegnen“, teilte außerdem sein Sprecher mit.

Mali wird seit vielen Jahren von schwerer Gewalt erschüttert. Die seit zwei Putschen in den Jahren 2020 und 2021 herrschenden Militärs sehen sich unter anderem mit einer Rebellion islamistischer Extremisten konfrontiert, die immer wieder Anschläge und Angriffe auf Regierungstruppen verüben. Auch sind kriminelle Banden in dem Land aktiv.

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