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Thursday, March 5, 2026

Michelangelo soll Werke vor dem Tod nicht verbrannt haben

Fünf Jahrhunderte nach dem Tod von Michelangelo Buonarroti (1475–1564) sorgt heute für eine neue Studie für Aufsehen. Der Renaissancekünstler soll seine Skizzen und Entwürfe entgegen bisheriger Annahmen kurz vor seinem Tod nicht verbrannt haben.

Stattdessen wurden zahlreiche Werke von Vertrauten in Sicherheit gebracht. Mindestens 20 bisher unbekannte oder nicht eindeutig zugeordnete Werke könnten dem Meister zugeschrieben werden, so die römische Zeitung „Il Messaggero“.

Testamente, Inventare und Akten ausgewertet

Zu diesem Ergebnis kam die römische Kunstforscherin Valentina Salerno nach rund zehn Jahren Archivarbeit. Sie wertete nach eigenen Angaben Testamente, Inventare und notarielle Akten aus italienischen und ausländischen Archiven aus, darunter auch Bestände des Vatikans.

Die Dokumente zeichnen eine kontinuierliche Überlieferungslinie nach, die den Verbleib von Skulpturen, Zeichnungen und Skizzen belege, die bisher als verschollen galten oder nicht als Originale katalogisiert waren.

Ließ Arbeiten an einen geheimen Ort bringen

Den Dokumenten ermöglichte es Michelangelo, seine Arbeiten vor seinem Tod 1564 an einen geheimen Ort zu bringen, um sie vor Zugriffen zu schützen. Als der Künstler am 18. Februar 1564 in Rom starb, fand ein Notar in seinem Haus nur wenige Werke vor.

Der Großteil sei bereits zuvor ausgelagert worden, heißt es in der Studie. Damit widerspricht die Forscherin der lange verbreiteten Darstellung, Michelangelo habe Hunderte Zeichnungen und Modelle eigenhändig zerstört.

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