Außenministerin Beate Meinl-Reisinger (NEOS) hat heute ihren montenegrinischen Amtskollegen, Ervin Ibrahimovic, empfangen. Inhalt der Gespräche war insbesondere Montenegros Fortschritt in den EU-Beitrittsverhandlungen.
Meinl-Reisinger lobte die bisherigen Bemühungen Montenegros und bezeichnete einen EU-Beitritt des Landes am Westbalkan als „Win-win-Situation für die EU und Montenegro“. Das Land habe „eine Reihe von Reformen kontinuierlich mit viel Ambition und hartnäckiger Arbeit vorangetrieben“.
Besonders die Fortschritte bei der Bekämpfung von organisierter Kriminalität seien wichtig, um das Vertrauen in Montenegro zu stärken. Österreich wird Montenegro bei der Umsetzung der Reformen weiter unterstützen, um die Vollendung der EU um die Staaten des Westbalkans voranzutreiben. „Montenegro ist ein Spitzenreiter im Erweiterungsprozess“, sagte die Außenministerin.
Ibrahimovic: „Teil der Lösung sein“
Ibrahimovic bekräftigte das Ziel Montenegros, bis Ende 2028 ein vollwertiges EU-Mitglied zu werden. „Der Westbalkan braucht eine klare Botschaft der EU, dass die Erweiterungspolitik weiterlebt“, so der Außenminister. Man könnte nicht über eine sichere EU sprechen, solange der südliche Teil Europas nicht Teil davon sei. „Wir möchten nicht das Problem sein, sondern ein Teil der Lösung“, bekräftigte Ibrahimovic.
Seit 2012 befindet sich Montenegro, der kleinste Staat auf dem Westbalkan, im Wartezimmer für den EU-Beitritt. Die EU zeigt sich offen für einen raschen Beitritt – nicht zuletzt aus geopolitischen Gründen.

