Mexikos mächtigster Drogenboss Nemesio Oseguera Cervantes, auch bekannt als „El Mencho“, ist Medienberichten zufolge von mexikanischen Sicherheitskräften getötet worden. Der 59-jährige Ex-Polizist führte seit 2011 das von ihm gegründete Drogenkartell Jalisco Nueva Generacion (CJNG) an.
Sicherheitskräfte führten eine Operation in Tapalpa im Bundesstaat Jalisco durch, wie Gouverneur Pablo Lemus auf X mitteilte. Das soll zu einer starken Reaktion mutmaßlicher Bandenmitglieder geführt haben. In mehreren Bundesstaaten wurden Straßen mit brennenden Autos, Lastwagen und Bussen gesperrt. Auch wurden Feuer in Apotheken und kleinen Einzelhandelsgeschäften gelegt.
Die US-Regierung hatte das extrem gewalttätige Drogenkartell von „El Mencho“ als ausländische Terrororganisation eingestuft und eine Belohnung von 15 Millionen US-Dollar auf Oseguera ausgesetzt.
Das von ihm geführte Verbrechersyndikat ist eine transnationale Organisation mit Verbindungen bis nach China und Australien. Neben dem Handel mit Fentanyl ist sie den Angaben nach auch in Erpressung, Schleusung von Migranten und Migrantinnen, Diebstahl von Öl und Mineralien sowie Waffenhandel verwickelt.

