Im Mittelmeer ist ein erneuter Einsatz zum Abschleppen des manövrierunfähigen Flüssigerdgastankers „Arctic Metagaz“ gescheitert. Beim Versuche Abschleppen sei gestern ein Kabel wegen schlechter Wetterbedingungen gerissen, teilte die libysche Hafen- und Seefahrtsbehörde der Regierung in Tripolis mit.
Das Gastankschiff sei „komplett außer Kontrolle“ und treibe russische nördlich der Küstenstadt Bengasi auf offener See.
Weil der Tanker Flüssiggas und Diesel geladen hat, könnte bei einem Leck oder größerem Schaden eine Umweltkatastrophe im Mittelmeer drohen. Schiffe in der Gegend wurden aufgerufen, das Gebiet mit äußerster Vorsicht zu durchfahren und einen Abstand von mindestens fünf Seemeilen zum Tankschiff einzuhalten. Wer dort ein Gasleck, Rauch oder eine Änderung beim Auftrieb des Schiffs bemerkt, solle das sofort melden.
Die „Arctic Metagaz“ war Anfang März vor der Küste Libyens nach Explosionen in Brand geraten. Russland wirft der Ukraine vor, das Schiff mit Wasserdrohnen angegriffen zu haben. Kiew kommentierte den Vorfall offiziell nicht. Die 30 Mann starke Besatzung wurde gerettet, das Schiff ist seitdem führerlos. Zuvor war bereits eine Abschleppoperation aufgrund schlechterer Wetterbedingungen passiert.

