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Monday, April 20, 2026

Lega-Gründer Umberto Bossi gestorben – news.ORF.at

Einer der Wegbereiter des europäischen Rechtspopulismus ist tot: Der Gründer der italienischen Regierungspartei Lega, Umberto Bossi, ist heute im Alter von 84 Jahren in einem Spital in Varese gestorben.

Nach einem Hirnschlag im Jahr 2004 war er teilweise gelähmt gewesen. Bis zu seinem Tod hatte er einen Senatorenposten inne. Sein politischer Aufstieg begann in den 1980er Jahren mit der autonomistischen Lega Lombarda, 1994 kam der Durchbruch als Regierungspartei.

Fünf Jahre nach der Gründung der Lega Lombarda zog Bossi als Senator ins römische Parlament ein. Von da an wurde er zunehmend zum Symbol des Protests der Norditaliener gegen die angeblich „korrupte“ Politik Roms und deren Zentralismus. Das gipfelte in der Forderung, Italien dreizuteilen.

Durchbruch mit der Lega Nord in den 90er Jahren

Bei der Parlamentswahl im Frühjahr 1992 erfolgte der große Durchbruch der mittlerweile in Lega Nord umbenannten Partei – sie eroberte insgesamt 80 Sitze in den beiden Parlamentskammern, zwei Jahre später schaffte sie es als eine der ersten rechtspopulistischen Parteien in Europa in die Regierung. Bossi wurde Juniorpartner im kurzlebigen ersten Kabinett des mehrmaligen Ministerpräsidenten Silvio Berlusconi.

Bossis separatistische Vorhaben – er wollte einen Staat namens „Padanien“ gründen – blieb freilich reine Theorie. Infolge eines Skandals um veruntreute Parteigelder musste er die Lega-Führung im Jahr 2011 abgeben. Wegen Veruntreuung von Parteigeldern wurde Bossi im November zweitinstanzlich zu einem Jahr und zehn Monaten Haft verurteilt.

Salvini baute weiter Partei aus

2013 übernahm Matteo Salvini die Führung der Partei, die unter ihm zu einer landesweit agierenden Kraft wurde. Vor allem infolge der Migrationen der Jahre 2015/16 konnte die Lega auch in Süditalien punkten und wurde bei der Parlamentswahl 2018 zur stärksten Kraft im rechten Lager, ehe ihr fünf Jahre später die Krise Partei Fratelli d’Italia der aktuellen Regierungschefin Giorgia Meloni den Rang ablief.

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