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Friday, March 13, 2026

Lawinengefahr: Straßen nach Lech-Zürs wieder geöffnet

Der Samstag war in der Region ein stärkerer An- und Abreisetag. Während schon viele Gäste abgereist waren, mussten sich Gäste, die es nicht bis 17.00 Uhr nach Lech-Zürs schafften, für eine Nacht eine andere Unterkunft zu suchen, sagte der Bürgermeister Gerhard Lucian (Liste Lech) gegenüber dem ORF Vorarlberg. Laut ÖAMTC gab es am Nachmittag auf der Arlberg-Schnellstraße einen bis zu 20 Kilometer langen Stau Richtung Tirol.

Enorme Lawinengefahr in Österreich

In der Steiermark und in Tirol sind am Samstag insgesamt zwei Menschen durch Lawinen ums Leben gekommen. Die Lawinengefahr in Österreich bleibt weiterhin sehr hoch.

Mann starb nach Lawinenabgang

In allen Tiroler Landesteilen wurde wegen der großen Lawinengefahr der AT-Alarm ausgelöst. In Teilen Tirols, Vorarlbergs, Salzburgs und Kärntens ist die Lawinengefahr mancherorts groß (Warnstufe vier von fünf). Die Lawine im Tiroler Serfaus war kurz nach 10.00 Uhr im Bereich Untermotz im freien Gelände niedergegangen.

Ein 41-jähriger Österreicher hatte eine Schneebrettlawine ausgelöst und wurde verschüttet. Er wurde aus schnellen zweieinhalb Metern Tiefe geborgen und musste reanimiert werden. Der Mann wurde in lebensbedrohlichem Zustand in die Klinik Innsbruck geflogen, wo er später starb. Zuvor waren am Freitag fünf Menschen bei Lawinenabgängen in Tirol und Vorarlberg ums Leben gekommen.

Entwarnung gab es jedoch nach einem Lawinenabgang in Kolassberg (Bezirk Innsbruck-Land) – mehr dazu in tirol.ORF.at. Laut der Leitstelle Tirol wurden bis Samstagnachmittag insgesamt 13 Lawinenabgänge gemeldet.

Appell von Mattle

In Tirol wird die Lawinenkommission mit einem Mehrzweckhubschrauber des Bundesheers unterstützt – mehr dazu in tirol.ORF.at. Am Freitag gab es in dem Bundesland mehr als 30 Einsätze wegen Lawinen. Die größte Lawine löste sich im freien Skiraum von St. Anton, mehrere Menschen starben. Die Identitäten wurden inzwischen geklärt – mehr dazu in tirol.ORF.at.

Der Tiroler Landeshauptmann Anton Mattle (ÖVP) appellierte an die Vernunft der Wintersportler: „Berge verlangen nach Vorsicht und Eigenverantwortung.“ Der Lawinenwarndienst mahnt vor zahlreichen Gefahrenstellen. Mit dem Regen steigt die Auslösebereitschaft von spontanen Lawinen stark.

„Situation bleibt sehr heikel“

Hohe Lawinengefahr auch in Kärnten, konkret in den Karnischen und Gailtaler Alpen sowie der Glockner Gruppe. Florian Steiner vom Lawinenwarndienst des Landes Kärnten warnte aufgrund des Neuschneees vor einer gefährlichen Mischung – mehr dazu in kaernten.ORF.at.

Der Salzburger Lawinenwarndienst stufte am Samstag die Gefahrenstufe oberhalb der Waldgrenze auf vier hoch. Gleichzeitig warnte man vor weiterem Niederschlag bei ansteigender Schneefallgrenze und starkem Wind in der Nacht am Sonntag. „Die Situation bleibt sehr heikel!“, so die Conclusio der Experten.

APA/FF ST. Stefan

Die Schneesituation fordert die Feuerwehren besonders in der Steiermark

Lawine in der Steiermark forderte einen Toten

In den Wölzer Tauern in der Steiermark wurde Samstagnachmittag ein 21-jähriger Slowake von einer Lawine verschüttet. Er starb noch an der Unfallstelle. Der Mann war in einer Gruppe von insgesamt sechs Skifahrern unterwegs. Sie verließen am Nachmittag die gesicherte Piste und fuhren im freien Skiraum. Bei der Talabfahrt des 21-Jährigen wurde ein Schneebrett gelöst. Laut Polizei hatte die Lawine eine Ausdehnung von etwa 200 mal 200 Metern. Der Verschüttete konnte in einer Tiefe von 140 Zentimetern nur noch vollständig geborgen werden.

Die Steiermark war von den Schneemassen besonders betroffen. Die Feuerwehren verzeichneten am Freitag mit insgesamt 1.924 Wintereinsätzen den einsatzstärksten Tag seit 15 Jahren. Noch am Samstag waren die Auswirkungen der starken Schneefälle in der Steiermark spürbar – mehr dazu in steiermark.ORF.at. Am Samstag wurden die Arbeiten vieler Feuerwehren wieder aufgenommen. Rund 1.900 steirische Haushalte waren weiterhin ohne Strom. In Abstimmung mit den Gemeinden werden nun auch Notstromaggregate angeliefert. Einige Menschen haben seit mehr als 30 Stunden keinen Strom.

Vom Roten Kreuz hieß es am Samstag, die Einschränkungen bei nicht zeitkritischen Krankentransporten wurden zumindest teilweise aufgehoben: „In den Bezirken Hartberg-Fürstenfeld und Weiz sind entsprechende Transporte aufgrund der Witterungsbedingungen jedoch weiterhin nicht möglich.“ Pkw- und Lkw-Bergungen, umgestürzte Bäume, Schneebruch und herabhängende Strom- und Telefonleitungen sorgen für Probleme.

Lawinenwarnstufe drei in Niederösterreich

Der viele Neuschnee sorgt außerdem dafür, dass auf Niederösterreichs Bergen zum Teil eine erhebliche Lawinenwarnstufe (Warnstufe drei) gilt. Die Bergrettung rät daher zu besonderer Vorsicht. Kälte, stärkerer Wind und dann deutliche Plusgrade könnten zur gefährlichen Kombination werden – mehr dazu in noe.ORF.at.

Im Burgenland waren zahlreiche Stromleitungen vor allem im Süden von umgestürzten Bäumen beschädigt worden. Tausende Haushalte waren ohne Strom. Inzwischen seien alle wieder am Stromnetz, also die Burgenland Energie. Entspannt hat sich die Situation auch auf den Straßen. Einige Verbindungen dürften aber auch am Sonntag noch gesperrt bleiben.

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