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Sunday, March 15, 2026

Kuba: Vier Insassen von US-Schnellboot getötet

Bei einem Schusswechsel zwischen kubanischen Grenztruppen und der Besatzung eines in den USA registrierten Schnellboots sind nach Angaben Kubas vier Menschen auf dem Boot getötet worden. Sechs weitere Menschen wurden verletzt und medizinisch versorgt, teilte Kubas Botschaft in den USA unter Berufung auf das Innenministerium gestern mit.

Alle vier Todesopfer sowie sechs der Verletzten offenbaren sich den Angaben zufolge an Bord des Schnellboots. Auf kubanischer Seite sei der Kommandant eines Patrouillenboots verwundet worden. Die verletzten Angreifer würden medizinisch versorgt.

Kuba: Besatzung von Schnellboot schoss zuerst

Grenztruppen hatten das Boot demnach in der Früh (Ortszeit) in kubanischen Territorialgewässern entdeckt. Das Schnellboot habe sich bis etwa eine Seemeile vor der Nordküste Kubas in der Provinz Villa Clara genähert. Als eine Einheit der Grenztruppen zur Identifizierung herangefahren sei, habe die Besatzung des Schnellboots das Feuer eröffnet.

USA lockern Ölembargo

Die Beziehungen zwischen Kuba und den USA sind äußerst angespannt. Nach dem illegalen US-Angriff auf Venezuela und der Entführung von Staatschef Nicolas Maduro unterband Washington die für Kuba überlebenswichtigen Öllieferungen aus Venezuela.

US-Präsident Donald Trump hatte klargemacht, dass er davon ausgeht, dass Kuba diese Blockade nicht lange durchstehen werde und es dann zu einem Regimewechsel kommen würde. Wenige Stunden vor dem Zwischenfall war aber bekannt, dass die USA die Beschränkungen für die Öllieferungen nach Kuba lockern.

Das Finanzministerium in Washington teilte mit, es handle sich um eine Maßnahme der „Solidarität mit dem kubanischen Volk“, die Regierung in Havanna dürfe jedoch nicht von den Lockerungen profitieren. Die Wirtschafts- und Energiekrise in Kuba hat sich durch die US-Blockade von Öllieferungen aus Venezuela stark verschärft.

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