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Sunday, April 12, 2026

Kiew und Budapest streiten weiter um „Druschba“-Pipeline

Zwischen Budapest und Kiew entbrannte ein immer heftigerer Streit um den geplanten Besuch einer ungarischen Delegation in der Ukraine, die den Zustand der Ölpipeline „Druschba“ („Freundschaft“) überprüfen will.

Weil der ukrainische Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte, er wisse nichts von einer solchen Reise, warf ihm Ungarns Außenminister Peter Szijjarto Lüge vor. „Der ukrainische Präsident lügt“, die Ukrainer seien in einer offiziellen Notiz über den anstehenden Besuch informiert worden, schrieb Szijjarto gestern bei Facebook.

Der Konter aus Kiew kam umgangen: „Vielleicht haben sie dort schon vergessen, was bilaterale Beziehungen sind, aber offizielle Besuche sind eine Vereinbarung und keine ‚hingeworfene Notiz‘“, sagte Selenskyjs Berater Dmytro Lytwyn dem Internetportal „Ukrajinska Prawda“.

Kiew: Betrieb frühestens wieder in eineinhalb Monaten

Der Streit dreht sich um die Forderung Budapests nach einer umgehenden Reparatur der durch russische Angriffe beschädigten Ölpipeline „Druschba“. Über diese Leitung floss bis zuletzt russisches Öl über die Ukraine nach Ungarn – trotz des vor vier Jahren von Kreml-Chef Wladimir Putin befohlenen Kriegs gegen das Nachbarland.

Kiew erklärte, die Leitung sei so schwer beschädigt worden, dass sie frühestens in anderthalb Monaten – auch nach der Parlamentswahl in Ungarn – wieder in Betrieb gehen könne. Budapest bezweifelt diese Aussage und besteht darauf, die Pipeline selbst in Augenschein zu nehmen.

Ungarn wählt Anfang April ein neues Parlament. Regierungschef Viktor Orban liegt in Umfragen hinter seinem Herausforderer Peter Magyar.

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