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Monday, May 11, 2026

Kanye West auch in Frankreich unerwünscht

Der Druck auf US-Rapper Kanye West in Europa wächst: Nach dem Einreiseverbot durch die britische Regierung ist West nun den französischen Behörden zuvorgekommen und hat seinen geplanten Auftritt in Marseille im Juni verschoben. Zuletzt war bekannt gegeben, dass Frankreichs Innenminister Laurent Nunez entschlossen sei, das Konzert zu verbieten.

„Nach reiflicher Überlegung und Abwägung habe ich aus eigener Entscheidung beschlossen, meine Show in Marseille, Frankreich, auf unbestimmte Zeit zu verschieben“, schrieb der Musiker, der inzwischen unter dem Namen Ye firmiert, auf der Plattform Twitter.

Der Bürgermeister von Marseille, Benoit Payan, hatte sich bereits im März gegen den Auftritt ausgesprochen: „Ich verweigere, dass Marseille eine Bühne für diejenigen wird, die Hass und entthemmten Nationalsozialismus verbreiten. Kanye West ist nicht willkommen im Velodrome, unserem Tempel des Miteinanders.“

Entschuldigung im „Wall Street Journal“

In einem weiteren Tweet, den Kanye West kurz nach seiner Ankündigung absetzte, hieß es: „Ich weiß, es braucht Zeit, um die Aufrichtigkeit meines Bemühens zu verstehen, Wiedergutmachung zu leisten. Ich übernehme die volle Verantwortung für das, was mir zuzurechnen ist, aber ich möchte meine Fans nicht mit hineinziehen. Meine Fans bedeuten mir alles.“

Im vergangenen Jahr hatte er ein Lied mit dem Titel „Heil Hitler“ veröffentlicht. Anfang 2026 hatte er in Form einer ganzseitigen Anzeige im „Wall Street Journal“ um Entschuldigung gebeten. „Ich bin weder ein Nazi noch ein Antisemit“, schrieb der Ex-Ehemann von Kim Kardashian und führte seine früheren Äußerungen auf eine bipolare Störung zurück.

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