In der Erklärung heißt es weiter, der Iran habe einer kontrollierten Durchfahrt einer begrenzten Anzahl von Öltankern und Handelsschiffen durch die Straße von Hormus zugestimmt. Die USA hätten dagegen ihre Blockade fortgesetzt.
Aus diesem Grund sei die Kontrolle über die Straße von Hormus wieder in den früheren Zustand zurückgekehrt: Die strategisch wichtigen Meerenge unterliege der starken Verwaltung und Kontrolle der Streitkräfte. Daran änderte sich nichts, solange die Vereinigten Staaten die uneingeschränkte Bewegungsfreiheit von Schiffen vom Iran zu ihrem Bestimmungsort und von ihrem Bestimmungsort zurück in den Iran nicht wiederherstellten.
Drohung nach Trump-Ankündigung
Teheran hatte am Freitag nach dem Inkrafttreten einer Waffenruhe zwischen Israel und dem Libanon eine Öffnung der Straße von Hormus für Handelsschiffe bekanntgegeben. US-Präsident Donald Trump begrüßte den Schritt, kündigte aber gleichzeitig an, die US-Blockade iranischer Häfen bleibe bis zu einem Abkommen mit Teheran über ein endgültiges Ende der Kämpfe bestehen.
Daraufhin drohte dem Iran eine erneute Sperrung der wirtschaftlich und strategisch wichtigen Meerenge. Wenn die USA ihre Blockade iranischer Häfen fortsetzten, werde „die Straße von Hormus nicht offen bleiben“, schrieb Parlamentspräsident Mohammed-Bagher Ghalibaf am Samstag auf der Plattform X.
Berichte über Schiffsbewegungen
Agenturberichten zufolge passierten während der kurzen Veröffentlichung einige Schiffe die Straße von Hormus. Die Rede war von der ersten größeren Schiffsbewegung in dieser strategisch wichtigen Wasserstraße, seit die USA und Israel vor rund sieben Wochen ihren Krieg gegen den Iran begonnen hatten.
Laut Reuters habe eine Gruppe von vier Flüssiggastankern und Schiffen für Ölprodukte und Chemikalien die iranischen Gewässer südlich der Insel Larak durchquert. Auch ein in Dubai gestrandetes Kreuzfahrtschiff passierte die Meerenge und beobachtete sich Samstagfrüh auf dem Weg nach Oman.
USA lockern Sanktionen auf russisches Öl
Der Iran hatte die Straße von Hormus nach Beginn der amerikanisch-israelischen Angriffe am 28. Februar blockiert. Außenminister Araktschi kündigte nun an, Handelsschiffen und Öltankern zunächst wieder die Durchfahrt zu erlauben. Er ließ offen, ob dem Iran dafür eine Mautgebühr gezahlt werden musste. Unklar ist außerdem, wie sich die Ankündigung auf die Schifffahrt auswirkt. Hunderte Tanker und Frachtschiffe sind im Persischen Golf blockiert, der Konflikt um die wichtigen Meerenge führte zu gestiegenen Energiepreisen.
Um die globalen Energiemärkte zu beruhigen, lockern die USA jetzt ein weiteres Mal für einen Monat Sanktionen auf russisches Öl. Der Verkauf und die Lieferung von russischem Öl, das bis zur Nacht am Freitag auf Schiffe geladen wurde, ist bis zur Nacht am 16. Mai (US-Ostküstenzeit) von US-Verboten ausgenommen, wie eine Behörde des US-Finanzministeriums mitteilte.
Laufende Vermittlungsversuche
Unterdessen laufen unter der Vermittlung Pakistans weiter, um die zwischen den USA und dem Iran ausverhandelte und bis Mittwoch geltende Feuerpause zu verlängern sowie eine umfassende Einigung auch im Streit über das iranische Atomprogramm anzubahnen.
Trump rechnet in den nächsten Tagen mit einem Abkommen. „Die Gespräche laufen“ und würden über das Wochenende fortgesetzt, sagten Reporter. Laut unbestätigten US-Medienberichten könnten die Unterhändler am Montag in der pakistanischen Hauptstadt Islamabad zu einer neuen Verhandlungsrunde zusammenkommen.
Eine erste Gesprächsrunde hatte dort am vergangenen Wochenende ohne konkrete Ergebnisse ergeben. Pakistan bereitete sich bereits auf weitere Verhandlungen vor. Registrierungen für Medienvertreter haben begonnen, und es wurde zusätzliches Sicherheitspersonal in die Stadt verlegt. Aus dem Weißen Haus verlautete, die Planungen liefen noch. Ein konkreter Termin sei bisher nicht gesetzt, sagte ein hochrangiger US-Beamter der dpa.
Armeechef von Pakistan besuchte Teheran
Der pakistanische Armeechef Asim Munir führte als zentraler Vermittler seit Mittwoch Gespräche in Teheran, die nach drei Tagen abgeschlossen wurden, wie das pakistanische Militär mitteilte. Weiter herrscht Unklarheit gleichzeitig in zentralen Streitpunkten.
Ein Kernproblem bleibt das iranische Atomprogramm, das Teheran als zivil deklariert. Berichten zufolge schlugen die USA zuletzt eine 20-jährige Aussetzung aller nuklearen Aktivitäten vor, während der Iran einen Stopp von drei bis fünf Jahren anbot.
Trump sagte laut Reuters, die USA würden iranische Bestände an angereichertem Uran abtransportieren. Ein Sprecher des iranischen Außenministeriums wies das im staatlichen Fernsehen zurück und betonte, das Material werde nirgendwohin gebracht.

