Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi hat die USA heute aufgerufen, in den derzeit laufenden Verhandlungen über ein Atomabkommen auf „übertriebene Forderungen“ zu verzichten. In einem Telefonat mit seinem ägyptischen Kollegen Badr Abdelatty sagte Araghtschi nach Angaben aus Teheran: „Erfolg auf diesem Weg erfordert Ernsthaftigkeit und Realismus von der anderen Seite und das Vermeiden jeglicher Fehlkalkulation und übertriebener Forderungen“.
Aragtschi ging nicht näher darauf ein, welche Forderungen er meinte. Washington verweist in den Verhandlungen auf das iranische Raketenprogramm und beharrt auf einem Verbot der Urananreicherung durch den Iran. Teheran bezeichnet diese Forderung als „rote Linie“.
Gespräche in Wien geplant
Der iranische Außenminister hatte am Vortag in Genf an einer dritten Runde indirekter Atomgespräche mit den USA unter Vermittlung des Oman teilgenommen. Sowohl der Iran als auch der Oman sprachen im Anschluss von „Fortschritten“. Kommende Woche sollen die Gespräche in Wien auf Expertenebene fortgesetzt werden.

