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Tuesday, April 14, 2026

Iran schoss US-Kampfjet ab: Verbleib von Kopilot weiter unklar

Der Iran hatte am Freitag erklärt, einen Kampfjet über sein Territorium abgeschossen zu haben. „Ein feindlicher amerikanischer Kampfjet ist im zentraliranischen Luftraum von dem Luftverteidigungssystem der Luftstreitkräfte der iranischen Revolutionsgarde getroffen und zerstört worden“, erklärte die Kommandozentrale der iranischen Streitkräfte. „Der Jet wurde vollständig vernichtet, die weitere Suche dauert an.“

US-Medien berichteten, der abgeschossene Kampfjet sei vom Typ F-15E, der üblicherweise zwei Besatzungsmitglieder hat: den Piloten und einen Waffensystemoffizier. Laut dem Nachrichtensender CNN wurde das von US-Spezialeinheiten bei einem sofort gestarteten Such- und Rettungseinsatz geborgene Besatzungsmitglied medizinisch versorgt. Nach der zweiten Person wird gesucht, das Weiße Haus äußerte sich bisher nur wenig dazu.

Berichte über den zweiten abgeschossenen Jet

Nach fünf Wochen Kampfhandlungen war es laut iranischen Angaben und US-Medienberichten nicht der einzige Rückschlag, den die Vereinigten Staaten am Freitag erlitten: Der Iran habe auch ein US-Kampfflugzeug vom Typ A-10 in der Region des Persischen Golfs nahe der Straße von Hormus getroffen.

Wie die Sender NBC News und CBS News unter Berufung auf US-Beamte berichteten, unterstützte die Maschine eine Such- und Rettungsmission, nachdem der Iran zuvor den Kampfjet vom Typ F-15E über seinem Territorium abgeschossen hatte. Der Pilot des Flugzeugs vom Typ A-10 schaffte es mehreren US-Medien zufolge, seine beschädigte Maschine in den Luftraum Kuwaits zu steuern und sich in Sicherheit zu bringen.

Iran schrieb Belohnung aus

Staatliche iranische Sender riefen laut BBC die Bevölkerung dazu auf, den Vermissten „lebendig zu fassen“, und setzten Belohnungen aus. Iranische Medien berichteten über eine Belohnung von rund 57.000 Euro – ein Vielfaches des durchschnittlichen Monatsgehalts in dem Land, das laut BBC zwischen 170 und 260 Euro liegt. Kurz darauf tauchten Videos auf, die bewaffnete Zivilisten in zwei südlichen Provinzen bei der Suche zeigten.

Reuters/Irna

Iranische Staatsmedien zeigen angebliche Bilder des abgeschossenen Jets, laut BBC soll es sich um F-15E-Teile handeln

Auch Hubschrauber der Suchmission beschossen

Der Iran traf nach Informationen von NBC News und der „Washington Post“ auch zwei Black-Hawk-Hubschrauber, die laut BBC ebenfalls an den Such- und Rettungsmaßnahmen beteiligt waren. Soldaten wurden verletzt, konnten sich aber in Sicherheit bringen, hieß es.

Der Iran teilte mit, beim Abschuss ein neuartiges Luftabwehrsystem eingesetzt zu haben. Einzelheiten wurden nicht genannt. Es ist extrem selten, dass ein US-Kampfjet abgeschossen wird: Laut BBC sei das in den vergangenen Jahrzehnten nur wenige Male passiert.

US-Soldat im Iran weiter vermisst

Nach dem Abschuss eines US-Kampfjets durch den Iran wird weiterhin ein Crewmitglied vermisst. Der Iran könnte die Soldaten als Druckmittel gegen die USA einsetzen. Zugleich steigt die Spannung um die Straße von Hormus und die Sicherheit iranischer Energieanlagen.

Zwar waren drei Jets im März bei einem „offenbar durch eigenen Feuer verursachten Zwischenfall“ abgeschossen worden. Davor soll es erst 2011 zu einem Jetabsturz in Libyen gekommen sein, außerdem wurden 2003 zwei Kampfflugzeuge im Irak abgeschossen.

Abschuss setzt Trump unter Druck

Die Vorfälle stellen eine weitere Eskalation des von den USA und Israel begonnenen Krieges dar. Das setzt Trump unter Druck. Er und sein Team hatten zuletzt den Eindruck erweckt, dass US-Flugzeuge im iranischen Luftraum keine Angriffe mehr fürchten mussten. Die USA hätten die Lufthoheit erlangt, hieß es.

US-Präsident Donald Trump

APA/AFP/Getty Images

Trump gab sich zu dem Vorfall bisher eher wortkarg

Die USA halten sich nach den Rückschlägen sehr bedeckt. Es wurden keine offiziellen Angaben bzw. Updates zu dem abgeschossenen US-Kampfjet vorgenommen. Auch von Präsident Trump gab es bisher noch keine öffentliche Stellungnahme zu dem Vorfall.

Auf die Frage, was er tun würde, falls das noch gesuchte, andere Crewmitglied vom Iran gefangen genommen oder verletzt werden sollte, sagte Trump laut der britischen Zeitung „The Independent“ in einem Telefoninterview: „Nun, das kann ich nicht kommentieren, weil – wir hoffen, dass das nicht passieren wird.“ Etwaige Gespräche mit dem Iran sieht Trump durch den Absturz des Kampfjets NBC News nicht beeinflusst.

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