Nach der Tötung von Ali Laridschani ist im Iran ein neuer Generalsekretär für den mächtigen nationalen Sicherheitsrat ernannt worden.
Mohammad Bagher Zolghadr, ein Brigadegeneral im Ruhestand, wurde nach Zustimmung durch die Staatsführung und per Erlass durch den Präsidenten für das Amt benannt, berichteten iranische Medien heute. Sie bezogen sich dabei auf einen X-Post von Mehdi Tabatabai, Vize-Kommunikationschef im Präsidialamt.
Über Zolghadr ist wenig bekannt. Er wurde Mitte der 1950er Jahre geboren und ist ein Veteran des Iran-Irak-Kriegs (1980-1988). Seine militärische Karriere absolvierte er bei der mächtigen Revolutionsgarde. Zuletzt war er ein führendes Mitglied des Schlichtungsrats, eines einflussreichen Schiedsorgans im iranischen Machtapparat.
Gremium für strategische Entscheidungen
Als Favorit für die Post im Sicherheitsrat galt eigentlich Saeed Dschalili, ein erzkonservativer Politiker. Er gehört zur Fraktion der Fundamentalisten. Israel hatte den bisherigen Generalsekretär Laridschani vor einer Woche bei einem gezielten Luftangriff im Osten von Teheran getötet.
Der Sicherheitsrat ist das wichtigste Gremium des Landes für strategische Entscheidungen – nach Abstimmung mit dem Obersten Führer. Das Gremium befasst sich mit Fragen der nationalen Sicherheit, der Landesverteidigung sowie dem „Schutz der Islamischen Revolution“.
Neben dem Präsidenten als Vorsitzendem gehören dem Gremium mit rund einem Dutzend Mitgliedern mehrere Minister und Generäle an. Der Generalsekretär ist Gesandter des Obersten Führers. Der Rat kann Entscheidungen treffen, ohne das Parlament einzubeziehen, die nach Zustimmung des Obersten Führers endgültig sind.

