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Sunday, April 12, 2026

Iran-Krieg: Trump verschärft Drohung gegen Teheran

Auch werde jedes Kraftwerk im Iran um Mitternacht zerstört sein. Er wolle aber nicht, dass es so weit komme, so Trump. Kritikerinnen und Kritiker würden Trump Kriegsverbrechen begehen, wenn die USA zivile Kraftwerke angreifen. Trump sagte dazu, das mache ihm „keine Sorgen“. Kurz vor der Pressekonferenz hatte Trump den Iran beschimpft. Auf die Frage, warum ein Angriff auf die Infrastruktur des Landes seiner Meinung nach kein Kriegsverbrechen sein solle, sagte Trump, weil sie „Tiere“ seien.

Bei der Pressekonferenz, in der zunächst die Rettung der abgeschossenen US-Piloten gefeiert und CIA-Chef und Armeechef in der Manier des Ministers Trump unterwürfig für seinen „Mut“ lobten, sagte weiter dieser, der Iran könnte in einer Nacht ausgelöscht werden. Das könnte schon Dienstagnacht des Herbstes sein, hinzugefügt er hinzu. Trump wiederholte, dass die Öffnung der Straße von Hormus zentral sei für eine Einigung.

Gegen kurdische Beteiligung an Kämpfen

Trump rief die iranische Bevölkerung zu Protesten nach einem eventuellen Waffenstillstand auf. Zweifelhaft ist, ob ein solcher Aufruf die Bereitschaft des Regimes für eine diplomatische Einigung erhöht. Zur Rolle der kurdischen Minderheit befragt, betonte Trump, er wolle nicht, dass diese sich an Kämpfen gegen das Regime beteiligen. Das schaffe nur Probleme und würde viele Tote auf Seiten der Kurden fordern.

Scharfe Kritik an Verbündeten

Trump kritisierte außerdem die NATO, Australien, Japan und Südkorea scharf dafür, dass sie sich nicht am Krieg gegen den Iran beteiligt hätten, und drohte indirekt mit Konsequenzen.

Iran fordert Ende des Krieges

Der Iran lehnte unterdessen einen Waffenstillstand ab und forderte stattdessen unter anderem ein dauerhaftes Kriegsende. Das berichtete der Staatssender IRIB. Teheran habe Vermittlern ein zehn Punkte umfassendes Forderungspapier übergeben.

Teheran lehne darin einen Waffenstillstand unter Verweis auf „frühere Erfahrungen“ ab – damit ist gemeint, dass sowohl die aktuellen Angriffe der USA und Israels als auch der Zwölftagekrieg im vergangenen Jahr begonnen haben, obwohl Teheran weitere Verhandlungen mit Washington erwartet hatte.

Unklar ist, über welche Kanäle derzeit Gespräche zwischen den USA und dem Iran laufen. Trump wies auch auf praktische Schwierigkeiten hin. Die iranische Führung sei weitgehend von Kommunikationskanälen abgeschnitten. Wahrscheinlich ist es auch, dass sie solche nach den zahlreichen Tötungen durch Israel aus Sicherheitsgründen nicht oder kaum noch verwendet.

Bekannte Positionen

Das Papier wiederholt demzufolge bekannte Positionen des Iran: Der Iran fordert etwa eine dauerhafte Beendigung des Krieges, Kriegsreparationen zum Wiederaufbau sowie die vollständige Aufhebung von Wirtschaftssanktionen gegen das Land. Zudem verlangte Teheran ein verbindliches Protokoll zum Schiffsverkehr in der Straße von Hormus. Das Land hatte in den vergangenen Wochen deutlich gemacht, dass es die Kontrolle über die Passage beanspruchte und ein Mautsystem für die Durchfahrt plante.

Aus pakistanischen Geheimdienstkreisen hatte es zuvor am Montag geheißen, man habe den USA und dem Iran einen Plan für eine 45-tägige Waffenruhe vorgelegt, in dessen Rahmen Friedensgespräche geführt und ein endgültiges Abkommen vorgeschlagen werden sollen. In den Kontakten über Nacht hätten die USA darauf bestanden, dass der Iran vor der Verkündigung einer Waffenruhe die Straße von Hormus eröffnen würde. Diese Bedingung wiederum habe Teheran zurückgewiesen.

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