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Monday, April 13, 2026

Iran: Deal mit USA wird Zeit in Anspruch nehmen

Nach der zweiten Verhandlungsrunde mit den USA rechnet der Iran nicht mit einer raschen Einigung. „Der Weg zu einer Einigung hat begonnen, wir sind bereit“, sagte der iranische Außenminister Abbas Araktschi heute dem iranischen Staatsfernsehen nach dem mehr als dreistündigen Treffen in Genf. „Aber das bedeutet nicht, dass wir eine Einigung haben.“ Die Ausarbeitung werde Zeit in Anspruch nehmen. Einen Termin für eine neue Verhandlungsrunde gibt es ihm deshalb noch nicht.

Bei den Verhandlungen geht es unter anderem um das iranische Atomprogramm. Die USA wollen verhindern, dass die Führung in Teheran in den Besitz von Atomwaffen gelangt. Die iranische Regierung zeigt sich bereit, ihr Nuklearprogramm zu begrenzen, fordert im Gegenzug jedoch die Aufhebung harter Wirtschaftssanktionen. Andere Themen wie das Raketenprogramm oder die Unterstützung militanter Gruppen schloss Teheran vorab aus.

Iran schließt Straße von Hormus

Die iranische Revolutionsgarde feuerte parallel zu den neuen Verhandlungen mit den USA bei einem Marinemanöver Raketen auf Ziele im Meer. Das Staatsfernsehen zeigte Aufnahmen mobiler Raketenwerfer auf dem Land, die Ziele in der Straße von Hormus an der Südküste trafen.

IMAGO/ZUMA Press Wire/Sepahnews

Bei der Militärübung seien auch Schnellboote mit Raketenwerfern im Einsatz, hieß es in einer Mitteilung. „Die Raketen treffen ihre Ziele in der Straße von Hormus aus dem Landesinneren, von den Küsten und von den iranischen Inseln im Persischen Golf.“

Teile der Meerenge seien aus Sicherheitsgründen mehrere Stunden lang für den Schiffsverkehr gesperrt, berichtete die iranische Nachrichtenagentur Fars. Das Meer ist Teil der weltweit wichtigsten Ölexportroute, die die größten ölfördernden Golfstaaten wie Saudi-Arabien, den Iran, den Irak und die Vereinigten Arabischen Emirate mit dem Golf von Oman und dem Arabischen Meer verbindet.

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