12.1 C
New York
Monday, May 11, 2026

Hamas-Funktionär erteilt Entwaffnung Absage – news.ORF.at

Ein ranghoher Hamas-Funktionär hat der im US-Friedensplan für den Gazastreifen verankerten Forderung nach einer Entwaffnung der Islamisten-Miliz erneut eine Absage erteilt. Die Hamas werde ihre Waffen nicht abgeben und keine „Fremdherrschaft“ im Gazastreifen akzeptieren, sagte der Hamas-Funktionär Chaled Meschal heute bei einer Konferenz in Katars Hauptstadt Doha.

„Die Kriminalisierung des Widerstands, seiner Waffen und denen, die ihn ausführt, ist etwas, das wir nicht akzeptieren“, sagte er.

Die Hamas lehne „jegliche Form von Bevormundung, externer Intervention oder der Wiedereinführung eines Mandats ab“, fügte Meschal hinzu. Der von US-Präsident Donald Trump geleitete „Friedensrat“ für den Gazastreifen soll einen „ausgewogenen Ansatz“ verfolgen.

„Friedensrat“ soll noch im Februar tagen

Die Entmilitarisierung des Gazastreifens ist eine der Kernforderungen im 20-Punkte-Plan Trumps, die darin ausdrücklich erwähnte Entwaffnung der Hamas gilt als Schlüssel für einen Frieden in Nahost. In ihrer Erklärung, in der die Hamas den Plan unter bestimmten Bedingungen befürwortet, wird eine Entwaffnung dagegen nicht ausdrücklich erwähnt.

US-Medienberichten zufolge soll der „Friedensrat“ am 19. Februar zu Gaza zum ersten Mal in Washington tagen. Das Weiße Haus wolle das Treffen von Spitzenpolitikern der beteiligten Staaten nutzen, um die Umsetzung der zweiten Phase des Friedensprozesses im Gazastreifen voranzutreiben, meldete das US-Nachrichtenportal „Axios“ unter Berufung auf einen US-Beamten und Diplomaten.

Ziel sei auch, Geld für den Wiederaufbau des vom Krieg weitgehend zerstörten Küstenstreifens einzuwerben.

Related Articles

Latest Articles