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Tuesday, March 10, 2026

Glovo muss in Italien 40.000 Fahrer einstellen

Die italienische Tochter des spanischen Lieferdienstes Glovo muss auf Anordnung eines Gerichts die Arbeitsverhältnisse von 40.000 Fahrerinnen und Fahrern regeln. Das geht aus einem Gerichtsbeschluss hervor. Glovo wird von dem deutschen DAX-Konzern Delivery Hero kontrolliert.

Die Mailänder Staatsanwaltschaft hatte die italienische Glovo-Einheit Foodinho bereits Anfang des Monats unter gerichtliche Aufsicht gestellt. Gegen den Geschäftsführer wird wegen des Vorwurfs der Ausbeutung von Arbeitskräften ermittelt.

Ein Richter in Mailand bestätigte nun diese Entscheidung und wies den gerichtlich angeordneten Verwalter an, die rechtliche Anstellung der Fahrer sicherzustellen. Dem Verwalter wurde die Befugnis erteilt, notfalls auch gegen den Willen des Managements zu entscheiden.

In dem Dekret, das die gerichtliche Aufsicht anordnete, heißt es, die Fahrer seien unterhalb der Armutsgrenze bezahlt worden. Der Durchschnittsverdienst liegt bei 2,50 Euro pro Lieferung, in einigen Fällen mehr als 75 Prozent unter der Armutsgrenze.

Glovo und Delivery Hero waren für eine Stellungnahme zunächst nicht zu erreichen.

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