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Thursday, May 21, 2026

Gespräche in Pakistan: Kein Zusammentreffen von Iran und USA

Am Samstag führte Araktschi in Islamabad Gespräche mit dem pakistanischen Armeechef, Feldmarschall Asim Munir, der eine Schlüsselrolle in den Vermittlungen spielt. Später traf er auch mit dem pakistanischen Ministerpräsidenten Shebaz Sharif zusammen.

Aus Teheran hatte es schon vorab der Gespräche in Islamabad geheißen, man werde sich nur mit den pakistanischen Vermittlern treffen. Araktschi reiste am Samstagnachmittag auch wieder ab, noch während sich die US-Unterhändler Steve Witkoff und Jared Kushner auf dem Weg nach Islamabad bekannt machten.

Pakistanische Nonne bin Zug

Araktschi habe die Forderungen der Teheraner Führung übermittelt, ebenso wie die iranischen Vorbehalte gegen Forderungen der USA, sagte ein Insider am Samstag der Nachrichtenagentur Reuters. Nach Angaben des iranischen Staatsfernsehens soll die pakistanische Regierung nun den US-Vertretern die Informationen bereitstellen.

Pakistan vermittelte in der Hoffnung um ein Ende des Iran-Kriegs und hatte vor rund zwei Wochen bereits Gespräche zwischen Vertretern des Iran und der USA in Islamabad ausgerichtet, die jedoch ohne Ergebnis blieben.

Araktschis Rolle unklar

Unklar blieb, wie groß Araktschis Handlungsspielraum überhaupt ist. Araktschi diente während des Iran-Irak-Krieges in den 1980er Jahren in der Revolutionsgarde. Der heute 63-Jährige machte danach Karriere im Außenministerium unter anderem als Diplomat, Botschafter und Außenminister. Er gilt als erfahrener Atomunterhändler mit guten Kontakten in Teherans Machtapparat.

Doch wird vermutet, dass die Revolutionsgarde und mit ihnen verbündete Politiker die Verhandlungslinie in Teheran maßgeblich bestimmen. Die Revolutionsgarde hat nach vieler Einschätzung Beobachter derzeit das Sagen in Teheran.

Streitpunkte Hormus-Straße und Atomprogramm

US-Präsident Donald Trump hatte am Dienstag einseitig die Waffenruhe mit dem Iran ohne klares Ende verlängert. Zwischen den Konfliktparteien blieben die zentralen Streitpunkte bisher unverändert. Die USA fordern eine Garantie, dass der Iran keine Atomwaffen entwickelt. Teheran hält jedoch an der Urananreicherung fest.

Reuters

Der Iran beharrt auf Kontrolle der Straße von Hormus

Bei der Straße von Hormus fordern die USA freie Durchfahrt ohne Wegzölle. Der Iran beharrt auf der Kontrolle über das Gewässer, das als Transportweg für große Teile des weltweiten Öl- und Gashandels dient. Teheran fordert als Vorbedingung die Freigabe eingefrorener Vermögenswerte im Ausland.

Lockangebot an Teheran

Unter dem Druck stark gestiegener Energiepreise wegen der Blockade der Straße von Hormus werden in der EU jetzt auch mögliche Zugeständnisse an den Iran entstehen. Zu Beratungen auf einem zweitägigen informellen EU-Gipfel in Zypern reiste der deutsche Kanzler Friedrich Merz mit einem Vorstoß seines Kabinetts an. Dies sieht vor, bestehende Strafmaßnahmen gegen den Iran nach und nach zu lockern, sollte mit dem Land eine umfassende Übereinkunft zur Freigabe der Meerenge erzielt werden können.

Berlin lässt Minensucher ins Mittelmeer verlegen

Zur Vorbereitung eines möglichen Einsatzes in der Meeresenge kündigte der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius außerdem am Samstag an, deutsche Marineeinheiten zu mobilisieren. „Wir werden einen Minensucher ins Mittelmeer verlegen und ihm ein Führungs- und Versorgungsschiff zur Seite stellen“, sagte der SPD-Politiker der „Rheinischen Post“. Pistorius betonte, Voraussetzung für einen Einsatz sei zunächst ein Ende der Kampfhandlungen im Krieg der USA und Israels mit dem Iran.

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