Dies scheint US-Präsident Donald Trump besonders wichtig zu sein: Er wird heute persönlich an einer Verhandlung des Obersten Gerichtshofs zur Frage teilnehmen, ob in den Vereinigten Staaten geborene Kinder automatisch US-Bürger sind.
Seinem offiziellen Terminplan zufolge will Trump um 10.00 Uhr (16.00 Uhr MESZ) zu der Anhörung kommen. Laut US-Medien wird es das erste Mal sein, dass ein amtierender Präsident an einer mündlichen Verhandlung des Supreme Court teilnimmt.
Den nächsten Termin hat Trump seinem Plan zufolge um 12.30 Uhr Ortszeit wieder im Weißen Haus, er dürfte auch nur einem Teil der Anhörung im Gericht in der Hauptstadt Washington beiwohnen.
Anordnung zu Beginn der Amtszeit unterschrieben
Der Fall rüttelt an den Grundfesten des amerikanischen Selbstverständnisses als Einwanderungsnation. Seit 1868 bekommen alle in den USA geborenen Menschen automatisch die US-Staatsbürgerschaft. Grundlage dafür ist der 14. Zusatzartikel der Verfassung.
Trump wird das Gesetz für jene Kinder ändern, deren Eltern nur auf Zeit oder ohne gültige Aufenthaltspapiere in den USA sind. Die Anordnung, die Trump gleich zu Beginn seiner zweiten Amtszeit unterschrieb, trat bisher aufgrund einstweiliger Verfügungen unterer Instanzen nicht in Kraft.
Die Bürgerrechtsorganisationen, die die nun vor dem Supreme Court anhängige Sammelklage angestrengt haben, rechnen spätestens im Juni oder Juli mit einer Entscheidung der neun US-Höchstrichterinnen und -richter.

