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Monday, April 13, 2026

Frauentag: Van der Bellen mit Appell an Männer

Bundespräsident Alexander Van der Bellen hat im Vorfeld des Internationalen Frauentags am 8. März bei einer Veranstaltung in der Wiener Hofburg an alle Männerberechtigung appelliert, in Sachen Gleich „lauter“ zu werden, „um etwas zu bewegen“. Als Beispiel dafür, wo dies notwendig sei, verwies der Bundespräsident ua auf die sozialen Medien.

Dies gelte aber auf allen Ebenen – in Politik, Wirtschaft aber auch im Privaten, gab er zu verstehen. Frauen auszuklammern, könnte man sich schlicht nicht leisten, betonte er unter dem Motto „LAUTER! FRAUEN!“ Stehende Veranstaltung heute.

Worte über Lage im Iran

Der Bundespräsident eröffnete seine Rede im Zeremoniensaal vor rund 600 – überwiegend weiblichen – Gästen mit einem Blick auf die aktuellen Kriegsgeschehnisse im und um den Iran, die man „mit gemischten Gefühlen“ verfolge.

Einige im Publikum hatten Familien im Iran und in den Gebieten, die rundum erschüttert werden, so der Präsident. Fest stehe, dass die Menschen im Iran frei und selbstbestimmt leben können, betonte der Präsident – ​​„ohne Unterdrückung, ohne Gewalt“. Dafür würden sie schon lange kämpfen – und man habe erst im Jänner bei den Protesten gesehen, „welch hohen Preis sie dafür zahlen“, mit tausenden Toten.

Viele Menschen seien jetzt erleichtert, weil sie darauf hoffen würden, „dass dieses brutale Regime endlich verschwindet, egal wie“. Aber es dürfe „uns niemals egal sein, wie“.

Van der Bellen: Bei sich selbst beginnen

Aus Österreich aus konnte man freilich an der Weltlage nicht viel rütteln, so der Präsident. Auf die Frage, wo es dann sinnvoll wäre, „laut“ zu werden, sagte der Präsident mit Blick auf ein Zitat von Friedensnobelpreisträger Elie Wiesel, man könne damit bei sich selbst beginnen.

„Für uns Männer bedeutet das: Verantwortung übernehmen“: „Wenn wir unfaire Praktiken miterleben, müssen wir Männer lauter werden“, etwa wenn eine Frau in der Straßenbahn bedrängt wird, in der Kantine ein „sexistischer Witz gemacht wird“ oder wenn KIs Vorurteile und Stereotype „ausspucken“ – immer dann müssten sich Männer einmischen und versuchen zu korrigieren.

Frauen den „Rücken stärken“

„Liebe Männer, verstecken wir uns nicht hinter dem Satz ‚Not all men‘“, appellierte das Staatsoberhaupt an seine Geschlechtsgenossen, hinzuschauen, wenn Ungerechtigkeiten passieren. „Stärken wir stattdessen unseren Kolleginnen den Rücken. Holen wir Frauen auf die Podien und in die Gremien dieser Welt.“

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