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Monday, March 9, 2026

Frankreich: Ex-Minister Lang wegen Epstein-Kontakten vorgeladen

Der frühere französische Kulturminister Jack Lang ist aufgrund von Beziehungen zu dem US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein vom Außenministerium in Paris vorgeladen worden.

Der Elyseepalast und das Büro des Premierministers hätten darum gebeten, damit er Fragen beantworte, hieß es gestern. Lang steht seit 2013 an der Spitze des Instituts für die arabische Welt, das vom Außenministerium mitfinanziert wird. Er wird Sonntag im Ministerium erwartet.

Rufe nach Rücktritt

Mehrere Politiker fordern den Rücktritt des ehemaligen Ministers, auch der Chef der Sozialistischen Partei (PS), der Lang angehört. „Es ist verstörend, wie er heute über die Affäre spricht“, sagte PS-Chef Olivier Faure. Er legte Lang den Rücktritt nahe, „um die Institution zu schützen“.

Lang hatte bisher ausgeschlossen, seine Posten zu räumen. „Einen Mäzen anzufragen, ist doch keine Straftat“, hatte der 86-Jährige am Mittwoch betont. Zuvor hatte er eingeräumt, Epstein um rund 58.000 Euro für einen Film über seine Amtszeit gebeten zu haben. Der Film wurde allerdings nicht verwirklicht.

„Ich war vielleicht etwas naiv“

Der Name Lang ist in den zuletzt veröffentlichten Epstein-Akten mehr als 670 Mal erwähnt. „Ich war vielleicht etwas naiv“, räumte Lang ein. Epstein sei „kein Freund“ gewesen, er habe „nichts gewusst“ und den Kontakt abgebrochen, als er von Epsteins Verurteilung als Sexualstraftäter erfahren habe. Tatsächlich ist Lang noch 2019 an der Seite von Epstein auf einem Foto vor dem Louvre zu sehen.

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