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Monday, April 13, 2026

F: Angst vor Racheakten nach Tötung von Rechtsextremem

Der gewaltsame Tod eines Rechtsextremen in Lyon hat Befürchtungen vor möglichen Racheakten geschürt. Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron rief zu „Ruhe, Zurückhaltung und Respekt“ auf. In Frankreich könne „keine Ideologie jemals rechtfertigen, dass man tötet“. Minister Gerald Darmanin beschuldigte heute die „extreme Linke“, für die Tat verantwortlich zu sein.

Der 23-Jährige war am Donnerstag am Rande von Protesten gegen einen Auftritt der linksgerichteten Europaabgeordneten Rima Hassan in Lyon angegriffen worden. Der Student und Angehörige der rechtsextremen Identitären starben zwei Tage später im Spital.

Die Behörden ermitteln. Der 23-Jährige war Teil des Ordnungsdienstes der Gegendemonstrantinnen und -demonstranten. Ein französischer TV-Sender zeigte ein Video des Angriffs. Auf den Aufnahmen ist zu sehen, wie drei Männer aus einer Gruppe von Angreifern zusammengeschlagen werden. Der Anwalt der Familie des Getöteten sprach von einem „Hinterhalt“. Die Familie rief zu „Ruhe und Zurückhaltung“ auf.

Justizminister kritisiert Melenchon

Minister Darmanin sagte, er beobachte Reden der extremen Linken, insbesondere von der linkspopulistischen Partei La France Insoumise (LFI), „die leider zu ungezügelter Gewalt in Onlinediensten und dann in der physischen Welt der Justiz führen“. Die Politikerin Hassan und LFI-Chef Jean-Luc Melenchon hätten zudem „nicht ein Wort an die Familie des jungen Mannes“ gerichtet.

Melenchon selbst äußerte seine „Bestürzung“ über die Tat. „Wir sprechen seiner Familie und seinen Angehörigen unser Mitgefühl und unsere Anteilnahme aus“, sagte er. Seine Partei lehne jegliche Gewalt ab, die gegen ihn erhobenen Vorwürfe seien „Realitätsfern“.

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