Die EU weitet ihre Marineeinsätze im Roten Meer und im westlichen Indischen Ozean aus, wird sich aber zunächst nicht an mögliche Einsätze zur Absicherung von Öl- und Gastransporten durch die Straße von Hormus beteiligen.
Wie die Vertretung der Mitgliedstaaten heute mitteilte, sieht eine Ergänzung des Mandats vor, dass die beteiligten Schiffe und Flugzeuge künftig auch Informationen über umfangreiche Aktivitäten im Zusammenhang mit kritischer Unterwasserinfrastruktur sammeln können. Darüber hinaus soll es unter anderem Ausbildungsaktivitäten für die Seestreitkräfte Dschibutis und eine Zusammenarbeit mit der jemenitischen Küstenwache geben.
Beobachtung der russischen Schattenflotte
Diplomaten betonen in Brüssel, dass die geplante Ausweitung der Einsätze nicht im Zusammenhang mit Forderungen von US-Präsident Donald Trump steht. Dieser verlangt von europäischen Alliierten, einen Beitrag zur Absicherung von Öl- und Gastransporten durch die Straße von Hormus zu leisten. Hintergrund ist nach Angaben aus Brüssel unter anderem auch eine bessere Beobachtung der russischen Schattenflotte.
Bei den EU-Marineeinsätzen geht es um die Operationen „Aspides“ und „Atalanta“. „Aspides“ war Mitte 2024 gestartet worden und soll Handelsschiffe vor allem vor Angriffen der militant-islamistischen Huthi aus dem Jemen schützen. „Atalanta“ gibt es bereits seit 2008. Sie wurde zur Bekämpfung der Piraterie in der Region gestartet.

