In den USA ist ein Elternteil eines minderjährigen Todesschützen wegen Mordes verurteilt worden. Die Geschworenen des Gerichts in Barrow County im Bundesstaat Georgia erklärten den Vater des Jugendlichen, der im September 2024 vier Menschen in einer Schule tötete, gestern in 29 Anklagepunkten für schuldig.
Die Strafe für die Verbrechen summiert sich laut US-Medien auf 180 Jahre Haft. Das zumeist separat verkündete Strafmaß steht noch nicht fest, lebenslange Haft ist aber wahrscheinlich.
Laut der „Washington Post“ wurde damit erstmals USA-weit der Elternteil eines minderjährigen Amokläufers wegen „Mord zweiten Grades“ verurteilt. Bei diesem Tatbestand muss erwiesen sein, dass ein Tod durch rücksichtsloses und böswilliges Verhalten und Missachtung von menschlichem Leben herbeigeführt wurde.
Dem 55-Jährigen wurde zur Last gelegt, seinem Sohn den Besitz der Tatwaffe erlaubt zu haben, obwohl er gewusst habe, dass dies eine Bedrohung für sich und andere darstelle.

