Der Wirtschaftskammer-Fachverband Energiehandel hat heute vor einem möglichen Lieferengpass bei Treibstoff im Mai gewarnt. „Die Versorgung ist im Moment stabil, aber der große Nachfrageschub steht uns erst bevor. Pfingsten und die Sommerurlaubszeit sind jedes Jahr die Zeit mit dem höchsten Verbrauch“, sagte Fachverbandsobmann Jürgen Roth.
Die Treibstofflager in Europa und Österreich seien derzeit so gefüllt, „dass wir das Hier und Jetzt bewältigen können“, so Roth. Für zusätzliche Störungen, Nachfragespitzen oder eine weitere Eskalation im Nahen Osten gibt es kaum Spielraum. Besonders angespannt sei die Lage bei Diesel, der international derzeit extrem knapp und heiß begehrt sei.
Kritik an der Geisterpreisbremse
„Die Ware fließt dorthin, wo mehr bezahlt wird. Das treibt die Preise und verschärft den Wettbewerb um verfügbare Mengen spürbar“, so der Fachverbandsobmann.
Vor diesem Hintergrund kritisierte der Verband erneut die österreichische Geistpreisbremse. Diese seien „im internationalen Kontext wirkungslos und benachteiligt für alle kleineren Marktteilnehmer“. Der Verband fordert, die Maßnahmen auslaufen zu lassen und stattdessen weitere Steuersenkungen einzuführen.

