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Thursday, March 5, 2026

Die Stromversorgung in Österreich wird wetterabhängiger

Die Stromversorgung in Österreich ist bis 2040 gesichert, wird aber zunehmend wetterabhängiger. Das zeigt den aktuellen Monitoringbericht der Regulierungsbehörde E-Control.

Während Österreich 2024 dank viel Wasser Strom exportierte, musste 2025 wieder importiert werden. Um diese Schwankungen in Zukunft auszugleichen, sei eine Verdreifachung der Speicher notwendig. Preislich gibt es Entwarnung, das billige Vorkrisenniveau kehrt aber nicht zurück.

„Die Versorgungssicherheit im Strombereich wird von uns laufend analysiert und ist unter den angenommenen Szenarien bis 2040 gesichert“, sagte gestern E-Control-Vorstand Alfons Haber.

Hohe Volatilität

Die Transformation des Systems zeigt sich jedoch in der Volatilität: Im „guten Wasserjahr“ 2024 verzeichnete Österreich einen Exportüberschuss. Dieses Bild dreht sich 2025 aufgrund unterdurchschnittlicher Wasserführung und steigendem Bedarfs. Österreich wurde wieder zum Netto-Importeur.

Um diese Schwankungen langfristig auszugleichen, ist laut Johannes Mayer, Leiter der Abteilung Volkswirtschaft, ein stärkerer Ausbau der Stromspeicher nötig. Die Modellrechnungen ergeben einen Bedarf von rund 18 Gigawatt (GW) an Speicherkapazität bis 2040. „Das ist ungefähr das Dreifache von heute“, so Mayer.

Bei den Energiepreisen dämpft die Behörde Hoffnungen auf eine Rückkehr zu den niedrigen Tarifen der Vergangenheit. Für das Jahr 2027 rechnen die Terminmärkte mit einem Rabatt von rund 90 Euro pro Megawattstunde (MWh). Für Privatkunden und -kunden gilt ein reiner Energiepreis (ohne Netzkosten und Steuern) von rund 10 bis 11 Cent pro Kilowattstunde.

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