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Wednesday, October 7, 2026

Die Opferzahl bei Waldbrand in Südspanien ist auf zwölf gestiegen

Bei einem verheerenden Waldbrand in der südspanischen Provinz Almeria sind mindestens zwölf Menschen ums Leben gekommen. Zudem galten noch 23 Menschen als vermisst, meldete der TV-Sender RTVE. Der Sender sprach vom „tödlichsten Waldbrand des 21. Jahrhunderts“ in Spanien.

Den Behörden handelt es sich bei den Opfern überwiegend um ausländische Staatsbürger, die Anweisungen, in ihren Häusern Schutz zu suchen, missachtet hatten. Einsatzkräfte kämpfen gegen die Flammen.

APA/AFP/Jose Jordan

Das Feuer hatte sich in einem Waldgebiet um die Gemeinde Los Gallardos und den nahe gelegenen Weiler Bedar extrem schnell ausgebreitet. Die Opfer erlebten wohl ein schreckliches Ende: Vier waren in einem Fahrzeug, acht andere auf den Straßen von den Flammen eingeschlossen worden und verbrannt, hieß es.

Vermutlich ausnahmslos Ausländer

Der Leiter des andalusischen Rettungsdienstes, Antonio Sanz, erklärte, die Behörden hätten die Bewohnerinnen und Bewohner bewilligt, in ihren Häusern zu bleiben. Die Toten wurden offenbar eingetreten, als Menschen dennoch versuchten, in ihren Autos zu fliehen.

In einem rechtsgelenkten Fahrzeug waren vier mutmaßlich britische Staatsbürger gestorben. Sieben weitere Tote wurden aufgefunden, nachdem sie ihre Autos stehengelassen hatten und zu Fuß abseits der nachgewiesenen Evakuierungsrouten zu fliegen versucht hatten.

„Die Folgen sind schrecklich“, sagte Sanz. „Alles deutet darauf hin, dass es sich bei den Toten mehrheitlich – oder sogar ausnahmslos – um ausländische Staatsbürger handelt.“ Sanz rief die Bevölkerung auf, den offiziellen Anweisungen Folge zu leisten.

„Besorgniserregende Berichte“

Vier weitere Menschen wurden mit schweren Verbrennungen im Krankenhaus behandelt. Aufgrund verschiedener Indizien vermutet man, dass unter den Toten Ausländer seien, möglicherweise Briten und Belgier. Man müsse aber die Identifizierung des Opfers abwarten, so Sanz.

Eine Sprecherin der Downing Street sprach gegenüber der Nachrichtenagentur PA von „besorgniserregenden Berichten“. Das britische Außenministerium steht in engem Kontakt mit den offiziellen Behörden.

Marke durch gerissenes Stromkabel

Der Brand wurde vermutlich durch ein gerissenes Stromkabel ausgelöst, das auf trockenes Buschland gefallen war, wie der Bürgermeister der nahe gelegenen Stadt Antas, Pedro Ridao, dem staatlichen Fernsehsender TVE sagte.

„Vor allem der Wind am Nachmittag hat die Ausbreitung begünstigt“, sagte Ridao. „Im weiteren Verlauf konnten wir sehen, wie das Feuer rasant voranschritt und Bauernhöfe, Ferienhäuser und Autos verschlang, sodass wir einschreiten mussten.“

Schwierige Brandbekämpfung

Mehr als 1.000 Menschen aus mehreren Ortschaften wurden in Sicherheit gebracht. Auch ein Campingplatz, der bisher von den Flammen verschont blieb, wurde vorsorglich geräumt. 400 Teile älterer Menschen seien an sichere Orte gebracht worden. „Durch die Evakuierungen wurden viele Menschenleben gerettet“, sagte Sanz.

Die Brandbekämpfung gestaltet sich schwierig, da das von zahlreichen Schluchten durchzogene Gebiet den Zugang für die Einsatzkräfte behinderte. Ministerpräsident Pedro Sanchez äußerte auf der Plattform X „enorme Trauer und Bestürzung“ über die Katastrophe und sprach den Angehörigen sein Beileid aus.

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